Hitzeanpassung in urbanen Strukturen

Hitzeanpassung in urbanen Strukturen

Hitzeanpassung in urbanen Strukturen

  • Nachhaltigkeit
  • 3 Min

Die Anpassung urbaner Gebäude- und Siedlungsstrukturen an steigende Temperaturen stellt eine zentrale Herausforderung für Städte dar. Das vom BMBF geförderte Verbundforschungsprojekt „HeatResilientCity II“ hatte zum Ziel, die kommunale Klimaresilienz und gesundheitliche Vorsorge zu stärken. Dazu wurden verschiedene Akteursgruppen wie Kommunen, die Wohnungswirtschaft und die Zivilgesellschaft in den Prozess eingebunden. Ein aktueller Ergebnisbericht beleuchtet Hindernisse, Entwicklungen und Perspektiven für die langfristige Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen.

Akteursanalyse und Governance-Entwicklung in Erfurt

Im Rahmen des Forschungsverbunds wurde durch das Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation (ISP) der Fachhochschule Erfurt eine weiterführende Akteurs- und Governanceanalyse in der Landeshauptstadt Erfurt durchgeführt. Der Bericht zeigt, wie sich die Rahmenbedingungen für Klimaanpassungsmaßnahmen seit der ersten Analyse im Jahr 2021 entwickelt haben. Zudem gibt er Empfehlungen, wie Kommunen die Klimaanpassung nachhaltig verstetigen können.

Sensibilisierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Eine zentrale Erkenntnis ist, dass innerhalb der Verwaltung ein steigendes Bewusstsein für die Notwendigkeit der Klimaanpassung an Hitze entsteht. Dies führt zu veränderten Planungsprozessen, die eine frühzeitigere Kooperation verschiedener Ämter fördern. Dennoch besteht weiterer Handlungsbedarf, um Akteure aus dem Gesundheitswesen sowie Bürgerinnen und Bürger stärker in den Anpassungsprozess einzubeziehen.

Politischer Handlungsauftrag und Ressourcenbedarf

Um Klimaanpassung an Hitze erfolgreich umzusetzen, braucht es klare politische Rahmenbedingungen. Dies sollte mit einer Stärkung der zeitlichen, personellen und finanziellen Ressourcen einhergehen. Eine bessere Vernetzung und Synergien können durch gemeinsame Schulungen verschiedener Fachbereiche, eine gezielte Fördermittelakquisition sowie den Einsatz digitaler Bewertungstools für Klimaanpassungsmaßnahmen geschaffen werden.

Multifunktionale Stadträume als Lösungsansatz

Ein vielversprechender Ansatz zur effektiven Klimaanpassung ist die gezielte Schaffung multifunktionaler Stadträume. Diese können nicht nur als Hitzeschutz dienen, sondern gleichzeitig soziale, ökologische und städtebauliche Funktionen übernehmen. Die Nutzung innovativer Konzepte kann somit langfristig zur klimaresilienten Stadtentwicklung beitragen.