Fachkräftemangel in Niedersachsen

Fachkräftemangel in Niedersachsen

Fachkräftemangel in Niedersachsen

  • Dienstleistungen
  • 3 Min

In Niedersachsen fehlt es in zahlreichen Branchen an qualifizierten Fachkräften. Laut dem Wirtschaftsministerium in Hannover lag der Fachkräftemangel im Jahresdurchschnitt 2023/24 bei rund 59.500 Arbeitnehmern. Fast jede zweite offene Stelle konnte nicht mit einem passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden. Diese Zahlen basieren auf einer Analyse des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa), das zum arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) gehört.

Besonders betroffene Branchen und Regionen

Arbeitgeber in der Bauplanung, der Elektrotechnik und der Bauelektrik sowie in der Physiotherapie, Altenpflege und Kindererziehung hatten erhebliche Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden. In all diesen Bereichen überstieg die Zahl der offenen Stellen deutlich die verfügbaren Fachkräfte.
Regional war der sogenannte Stellenüberhang in den Arbeitsagentur-Bezirken Nordhorn, Vechta und Helmstedt besonders hoch. Die geringste Diskrepanz zwischen offenen Stellen und qualifizierten Arbeitskräften zeigte sich in den Bezirken Emden-Leer, Hannover, Celle und Hildesheim.

Arbeitsminister setzt auf Triplestrategie

Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels setzt Niedersachsens Arbeitsminister Andreas Philippi auf eine sogenannte "Triplestrategie". Diese umfasst drei zentrale Maßnahmen: eine bessere Nutzung des vorhandenen Potenzials – insbesondere von Frauen, Menschen mit Behinderung und Bürgergeldempfängern –, eine stärkere Fokussierung auf Weiterbildungsmaßnahmen sowie die gezielte Anwerbung neuer Fachkräfte aus Drittstaaten.
Philippi betonte, dass nur durch eine Kombination dieser Ansätze der zunehmende Mangel an qualifizierten Arbeitskräften nachhaltig bewältigt werden könne.