BVMB fordert starkes Bundesbauministerium mit klaren Kompetenzen

BVMB fordert starkes Bundesbauministerium mit klaren Kompetenzen

BVMB fordert starkes Bundesbauministerium mit klaren Kompetenzen

  • Politik
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Michael Gilka, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V. (BVMB), macht deutlich: „Deutschland braucht ein starkes, kompetentes Bauministerium – aber diesmal eines, das tatsächlich liefert.“ Die hohen Erwartungen der Ampelkoalition an den Wohnungsbau wurden nicht erfüllt. Trotz ambitionierter Ziele wie 400.000 neue Wohnungen pro Jahr, nachhaltige Förderprogramme und steuerliche Anreize bleibt die Bilanz enttäuschend. „Leider gab es viel mehr heiße Luft als konkrete Maßnahmen“, resümiert Gilka. Die BVMB fordert daher eine Neuausrichtung der Baupolitik mit klaren, mittelstandsfreundlichen Maßnahmen.

Verunsicherung statt Verlässlichkeit

Mit der Einrichtung eines eigenständigen Bundesbauministeriums unter Klara Geywitz sollte der Wohnungsbau gestärkt werden. Doch wackelige Förderprogramme, überbordende Bürokratie und unklare Konzepte haben das Gegenteil bewirkt. Die Zahl der Baugenehmigungen sank 2024 auf den niedrigsten Stand seit 2010 – ein Rückgang um knapp 17 Prozent auf nur noch 216.000 Genehmigungen. „Ein Ministerium allein reicht nicht aus, wenn es keine stabilen Rahmenbedingungen schafft“, kritisiert Gilka.

Dringender Handlungsbedarf für die neue Bundesregierung

Die BVMB fordert von der nächsten Bundesregierung ein starkes Bauministerium mit gebündelten Kompetenzen aus dem Wirtschafts- und Umweltbereich. Insbesondere die Zuständigkeit für Förderprogramme muss klar geregelt und direkt im Ministerium für Wohnungsbau angesiedelt sein. „Es geht nicht nur um Bauunternehmen und Arbeitsplätze, sondern um das soziale Gleichgewicht im Land“, warnt Gilka. Ohne entschlossene Maßnahmen drohe eine weitere Verschärfung der Wohnungsnot.

Klimaschutz und Wohnungsbau als Prioritäten

Ein starkes Bauministerium müsse nicht nur existieren, sondern auch liefern. „Wir brauchen stabile Förderprogramme und ein verlässliches Umfeld für Bauherren“, so Gilka. Nur wenn klare Signale der Verlässlichkeit gesendet werden, könnten wieder mehr Menschen in den Wohnungsbau investieren. Die BVMB fordert daher eine schnelle Kurskorrektur, um Planungssicherheit zu schaffen und den dringend benötigten Wohnraum zu realisieren.