
Immobilienwirtschaft blickt auf Neuwahlen
Das Jahr 2025 bringt für die deutsche Immobilienwirtschaft große Herausforderungen. Laut der neuesten Trendbarometer-Umfrage der Berlin Hyp stehen politische Rahmenbedingungen, hohe Baukosten und das Zinsniveau im Zentrum der Diskussion. Die Branche fordert klare Maßnahmen, um die aktuellen Probleme zu lösen.
Erwartungen an die Politik
Knapp 300 Immobilienprofis sehen die politische Neuausrichtung als entscheidend. 67 Prozent betrachten die politischen Rahmenbedingungen als Schlüsselfaktor, gefolgt von Baukosten (59 Prozent) und Zinsniveau (53 Prozent). Ein Neustart der Bundespolitik, der Bürokratieabbau und bessere Bedingungen für Neubau und Sanierungen stehen dabei ganz oben auf der Agenda.
Bürokratieabbau und Investitionen gefordert
Von der neuen Bundesregierung erwarten 79 Prozent der Befragten weniger Bürokratie. Gleichzeitig betonen 47 Prozent die Bedeutung von Fördermaßnahmen für Investitionen. Maßnahmen wie niedrigere Energiepreise oder eine Stärkung des heimischen Produktionsstandorts werden ebenfalls priorisiert, während nur 13 Prozent Steuersenkungen für Unternehmen fordern.
Impulse durch Länder und Kommunen
Auch Länder und Kommunen spielen eine wichtige Rolle. Die Harmonisierung der Landesbauordnungen mit der Musterbauordnung (56 Prozent) und die Verringerung kommunaler Auflagen (55 Prozent) gelten als wichtige Maßnahmen, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. 30 Prozent sprechen sich zudem für eine Senkung der Grunderwerbssteuer aus.
Positive Trends bei Investitionen und Finanzierungen
Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten zeigt sich ein Aufwärtstrend: 49 Prozent der Unternehmen schätzen ihre Investitionsbereitschaft als „ausgeglichen“ ein, eine Steigerung im Vergleich zu 41 Prozent Ende 2023. Ähnlich optimistisch ist die Prognose für die Finanzierungsbereitschaft von Banken, die mehrheitlich als stabil oder steigend eingeschätzt wird.
Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig politische und wirtschaftliche Impulse für die Zukunft der Immobilienwirtschaft sind. Die Branche hofft auf eine baldige Verbesserung der Rahmenbedingungen, um den Herausforderungen des Jahres 2025 zu begegnen.