
HYDROGEN DIALOGUE 2024: Vom Hype zum Handeln
Der HYDROGEN DIALOGUE 2024 – Summit & Expo hat seine Rolle als zentrale Plattform für die Wasserstoffwirtschaft unter Beweis gestellt. Mit 1200 Besuchenden, darunter über 30 Prozent aus dem Ausland, und Vertretern aus 33 Ländern bot die Veranstaltung in Nürnberg einen Treffpunkt für Politik, Wirtschaft und internationale Delegationen. Besonders für Start-ups war die parallel stattfindende Fachmesse ein Erfolg, die mit Pitches vor Investoren konkrete Ergebnisse erzielte.
Wasserstoff als Schlüssel zur Dekarbonisierung
Im Fokus des Kongresses stand die strategische Bedeutung von Wasserstoff für Klimaneutralität und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte, dass ohne Wasserstoff eine nachhaltige Dekarbonisierung nicht möglich sei. Gleichzeitig hob er die Rolle Bayerns als europäisches Zentrum für Wasserstoffpartnerschaften hervor, die von Nordafrika bis Skandinavien reichen könnten.
Industriepolitische Chancen für Deutschland und Europa
Laut Prof. Dr. Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung, ist der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft nicht nur klimapolitisch, sondern auch wirtschaftlich essenziell. Deutschland müsse strategisch investieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben und nicht technologisch abgehängt zu werden. Sie warnte eindringlich vor weiterer wirtschaftlicher Stagnation und rief zu verstärkten internationalen Kooperationen auf.
Dringlichkeit und internationale Zusammenarbeit
Gunda Röstel, stellvertretende Vorsitzende des Rats für Nachhaltige Entwicklung, forderte mehr Tempo beim Hochlauf eines leistungsfähigen Wasserstoffmarktes. Sie verwies auf die Bedeutung von Planbarkeit und pragmatischen Lösungen, um Investitionen anzukurbeln und geopolitische Risiken zu minimieren. Internationale Partnerschaften seien dabei ein zentraler Erfolgsfaktor.
Vom Diskutieren zum Handeln
Der HYDROGEN DIALOGUE 2024 machte deutlich, dass Wasserstoff keine Zukunftsoption, sondern eine dringende Notwendigkeit ist. Staatsminister Aiwanger unterstrich die Bedeutung von regulatorischen Erleichterungen und langfristiger Planungssicherheit, um die Transformation zu beschleunigen.
Globale Zusammenarbeit als Erfolgsrezept
Ein Highlight der Veranstaltung waren die einminütigen Pitches der Delegationen aus zehn Ländern. Sie präsentierten ihre Fortschritte und Ziele beim Ausbau der Wasserstoffwirtschaft. Networking-Tische ermöglichten im Anschluss den Austausch von Ideen und die Anbahnung internationaler Kooperationen – ein lebendiges Beispiel für die globale Dimension des Wasserstoffmarktes.
Der HYDROGEN DIALOGUE 2024 hat gezeigt: Die Zeit des Redens ist vorbei. Jetzt geht es darum, die Wasserstoffwirtschaft weltweit zu gestalten und voranzutreiben.