Stimmung im baden-württembergischen Handwerk fällt deutlich

Stimmung im baden-württembergischen Handwerk fällt deutlich Bild: stock.adobe.com

Stimmung im baden-württembergischen Handwerk fällt deutlich

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Das Handwerk in Baden-Württemberg blickt deutlich pessimistischer auf die eigene wirtschaftliche Lage. Nach Angaben von Handwerk BW stehen viele Betriebe unter massivem Druck. Belastend wirken vor allem die stark gestiegenen Energie- und Einkaufspreise. Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch geopolitische Spannungen, die den Kostendruck weiter erhöhen.

Geschäftslage trübt sich spürbar ein

Laut der jüngsten Konjunkturumfrage des Verbands berichten nur noch 37 Prozent der Betriebe von einer guten Geschäftslage. Einen niedrigeren Wert gab es im baden-württembergischen Handwerk zuletzt 2009 während der Weltfinanzkrise. 26 Prozent bezeichnen ihre Lage als schlecht. Im Schlussquartal 2025 hatte noch knapp jeder zweite Betrieb die eigene Lage als gut eingeschätzt, während 19 Prozent von einer schlechten Situation ausgingen. Damit ist die Stimmung im Handwerk so gedrückt wie seit dem Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr.

Auch die Auftragslage verschlechtert sich

Neben der allgemeinen Einschätzung hat sich auch die Auftragslage eingetrübt. Nur noch 17 Prozent der Betriebe melden steigende Aufträge. Im Vorjahresquartal lag dieser Wert noch bei 21 Prozent. Gleichzeitig verzeichnen 44 Prozent der Betriebe rückläufige Aufträge, nach 34 Prozent im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Trotz der Eintrübung überwiegen im Handwerk die positiven Einschätzungen noch leicht.

Verband vertritt 145.000 Betriebe

Handwerk BW vertritt nach eigenen Angaben rund 145.000 Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg. In ihnen arbeiten etwa 770.000 Beschäftigte, hinzu kommen mehr als 46.000 Auszubildende.