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RoadPartner bündelt Materialbeschaffung im Straßenbau
Materialengpässe, fehlende Transparenz und zeitaufwendige Abstimmungen zählen im Straßenbau zu den wiederkehrenden Herausforderungen. Während sich in der Bauwirtschaft digitale Werkzeuge wie BIM, digitale Bauakten oder automatisierte Baustellenprozesse stärker etablieren, laufen Einkaufs- und Beschaffungsprozesse vielerorts weiterhin über Telefonate, E-Mails und eingespielte Lieferketten. Das bindet Zeit und Ressourcen auf Baustellen und in Bauhöfen.
B2B-Marktplatz für Bauunternehmen und Kommunen
Mit RoadPartner bringt das deutsch-schweizer Startup Asphalt Partner eine digitale Plattform für die Materialbeschaffung im Straßenbau auf den Markt. Der B2B-Marktplatz richtet sich an Bauunternehmen, Kommunen und Straßenmeistereien. Er soll Materialsuche, Beschaffung, Preise und Verfügbarkeiten an einer zentralen Stelle bündeln und damit mehr Übersicht in Einkaufsprozesse bringen.
Sortiment für den Straßenbau
Zum Angebot der Plattform gehören unter anderem Kaltasphalt, Bitumenemulsionen, Vergussmassen, Produkte zur Verkehrsabsicherung, Werkzeuge und persönliche Schutzausrüstung. Neben dem Einkauf soll RoadPartner auch bestehende Konditionen und Liefervereinbarungen sichtbar machen. Bereits vorhandene Lieferantenbeziehungen sollen nicht ersetzt, sondern digital ergänzt werden.
Digitale Ebene über bestehende Prozesse
Asphalt-Partner-Geschäftsführer Claas Buse sieht den Einkauf im Straßenbau weiterhin stark durch persönliche Kontakte, Telefon und E-Mail geprägt. Diese Beziehungen sollen nach Angaben des Unternehmens bestehen bleiben. RoadPartner soll darüber eine digitale Ebene legen, die Bestellungen, Verfügbarkeiten und Konditionen bündelt. Bauleiter und Einkäufer sollen dadurch mehr Transparenz erhalten, ohne Lieferanten wechseln zu müssen.
Browserbasierte Nutzung ohne Installation
Die Plattform ist vollständig browserbasiert und benötigt keine Installation. Komplexe Einführungsprozesse sollen vermieden werden. Mitgründer Moritz Wübbelsmann verweist darauf, dass neue Softwarelösungen in der Bauwirtschaft häufig zusätzlichen Verwaltungsaufwand verursachen. RoadPartner sei deshalb bewusst schlank angelegt und solle nach kurzer Einarbeitung nutzbar sein.
Digitalisierung erreicht operative Abläufe
Die Entwicklung steht für einen breiteren Trend in der Bauwirtschaft. Digitalisierung beschränkt sich zunehmend nicht mehr auf Planung und Projektsteuerung, sondern rückt stärker in operative Baustellenprozesse vor. Dazu gehören Einkaufs-, Dispositions- und Materialprozesse. Asphalt Partner plant, die Plattform künftig um weitere Maschinen- und Dienstleistungskategorien sowie digitale Funktionen für Nachunternehmer und Vermieter zu ergänzen.
Quelle: www.meistertipp.de