HTW Dresden erforscht Bauwerke als Teil der Energiewende

HTW Dresden erforscht Bauwerke als Teil der Energiewende Bild: stock.adobe.com

HTW Dresden erforscht Bauwerke als Teil der Energiewende

  • Nachhaltigkeit
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Die Nachwuchsforschungsgruppe MUBARES der HTW Dresden untersucht, wie Bauwerke zur dezentralen Energieerzeugung beitragen können. Im Fokus stehen Konzepte, mit denen Gebäude und Infrastrukturen multifunktional für erneuerbare Energiesysteme genutzt werden. Ziel ist es, Klimaresilienz, Systemintegration, Wirtschaftlichkeit und erneuerbare Energien gemeinsam zu betrachten.

Interdisziplinärer Forschungsansatz

MUBARES verbindet Fachwissen aus Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Wirtschaftswissenschaften und Gebäudetechnik. Neben Projektleiter Holger Flederer begleiten fünf weitere Professoren verschiedener Lehrstühle der HTW Dresden die Nachwuchsforschungsgruppe. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch in die Lehre einfließen. Dazu betreuen die Forschenden studentische Arbeiten und entwickeln neue Lehrinhalte zur Integration erneuerbarer Energiesysteme in Bauwerke.

Anwendungsfälle an Infrastruktur und Gebäuden

Nach einer ersten Grundlagenrecherche bearbeitet die Gruppe konkrete Fallbeispiele. Bei Ingenieurbauwerken untersucht sie unter anderem Lärmschutzwände und Brücken auf die Integration von Photovoltaik. Bei Gebäuden wurden erste Erkenntnisse am Parkhaus des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden gewonnen. Für die Analyse energetischer Potenziale nutzt die Gruppe das eigens entwickelte Potenzialanalyse-Tool SPAATA für Sonne und Wind, das weiterentwickelt und als Open-Source-Lösung veröffentlicht werden soll.

Campusgebäude als Untersuchungsobjekt

Aktuell analysiert MUBARES das A-Gebäude auf dem Campus der HTW Dresden. Dort entwickelt die Gruppe ein vorfertigbares Fassadenelement in Holzständerbauweise mit Zellulosedämmung. Untersucht werden die Integration von Photovoltaikmodulen, Verschattungselementen und einer dezentralen Teilklimaanlage in die Gebäudehülle. Die Heizwärmebereitstellung erfolgt über eine Luft-Wärmepumpe. Ergänzend werden eine Windmessstation auf dem Dach und ein Stromverbrauchsmesssystem betrieben.

Weitere Fallstudien im Projektabschluss

Im letzten Projektjahr stehen weitere praxisnahe Fallbeispiele im Mittelpunkt. Dazu zählen Untersuchungen zum Windertrag an Tankanlagen und Funkmasten. Mit der Feldschlösschen Brauerei wurde dafür bereits ein Praxisstandort gewonnen. Die Fallstudien sollen anschließend nach Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Resilienz bewertet werden.

Leitfäden für die Praxis geplant

Die Ergebnisse der Forschungsgruppe sollen in praxisorientierte Leitfäden einfließen. Sie sollen zeigen, wie bauwerksintegrierte Energieerzeugung künftig genutzt werden kann. Gefördert wird MUBARES von 2024 bis 2026 durch den Europäischen Sozialfonds sowie durch Steuermittel auf Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen