Bild: © CC BY-SA 3.0 / Jörg Zägel Eigenes Werk
Sauerbruch Hutton plant Weiterentwicklung des Bendlerblocks
Das Verhandlungsverfahren zur Weiterentwicklung des Berliner Dienstsitzes des Bundesministeriums der Verteidigung ist abgeschlossen. Den Zuschlag erhielt Sauerbruch Hutton gemeinsam mit ST raum a Landschaftsarchitekten. Die Bürogemeinschaft hatte im Dezember 2025 einen der beiden ersten Preise im vorgeschalteten Wettbewerbsverfahren erzielt.
Zwei Entwürfe überarbeitet
Bei der Wettbewerbsentscheidung wurden zwei erste Preise vergeben. Neben Sauerbruch Hutton mit ST raum a Landschaftsarchitekten wurde auch Henn gemeinsam mit SINAI Landschaftsarchitekten gleichrangig ausgezeichnet. Beide Preisträger wurden zur Überarbeitung aufgefordert, um im anschließenden Verhandlungsverfahren einen Entwurf zur Realisierung auszuwählen.
Weiterentwicklung in Tiergarten
Die Planungen betreffen den bestehenden Verwaltungskomplex des Bundesverteidigungsministeriums, den sogenannten Bendlerblock, an Reichpietschufer und Hildebrandstraße in Berlin-Tiergarten. Vorgesehen ist eine neue Bebauung, die die Liegenschaft städtebaulich weiterentwickelt und hohe Anforderungen an Sicherheit, Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit erfüllen soll.
Paradeplatz neu gefasst
Der Entwurf von Sauerbruch Hutton und ST raum a ordnet die städtebauliche Situation neu. Der Paradeplatz wird mittig zur Staatsgästetreppe und zum Ehrenmal der Bundeswehr positioniert. Zwei konkave Gebäudeteile im Norden und Süden fassen den Raum und führen die architektonischen und konstruktiven Elemente fort.
Kreiselement prägt den Grundriss
Markant ist ein Kreiselement, das sich im Grundriss in drei Varianten von Innenhöfen räumlich abbildet. Nach Angaben des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung führte die Überarbeitung zu Verbesserungen bei Funktionalität, Sicherheitsanforderungen, energetischer Qualität und Gesamtgestaltung.
Interdisziplinäres Verfahren
Das Verfahren wurde als nichtoffener, interdisziplinärer, einphasiger und anonymer Planungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerberverfahren und anschließendem Verhandlungsverfahren durchgeführt. Zugelassen waren sieben Bewerbergemeinschaften aus Architektur und Landschaftsarchitektur. Vergeben wurden zwei erste Preise, ein dritter Preis und eine Anerkennung.