Unternehmen fordern Anerkennung produktspezifischer Ökobilanzdaten im QNG

Unternehmen fordern Anerkennung produktspezifischer Ökobilanzdaten im QNG Bild: stock.adobe.com

Unternehmen fordern Anerkennung produktspezifischer Ökobilanzdaten im QNG

  • Nachhaltigkeit
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Das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude ist das staatliche Nachhaltigkeitszertifikat des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Es legt verbindliche Anforderungen an die ökologische, soziokulturelle und ökonomische Qualität von Bauwerken fest. Zudem ist es maßgeblich für die Vergabe von Förderprogrammen mit Nachhaltigkeitsbezug.

Kritik an generischen Rechenwerten

Nach dem Positionspapier schreibt das QNG für die Ökobilanzierung derzeit die Verwendung generischer Branchendurchschnittswerte aus zentralen Rechenwerttabellen vor. Produktspezifische CO2-optimierte Bauprodukte einzelner Hersteller, die die Umweltwirkung eines Bauwerks verringern könnten, würden dadurch in der Nachweisführung und damit in der Förderung nicht angerechnet.

Fehlende Anreize für emissionsarme Produkte

Aus Sicht der Unterzeichner wird der Mehrwert emissionsarmer Produkte in den Ergebnissen der Ökobilanz nicht abgebildet. Dadurch fehlten Planern und Bauherren Anreize, solche Produkte einzusetzen. Auch Herstellern würden wichtige Impulse genommen, emissionsarme Lösungen zu entwickeln. Das Positionspapier sieht darin ein Hemmnis für innovative und klimaschonende Lösungen im Bausektor.

Forderung nach verifizierten Produktdaten

Die Unterzeichner fordern, produktspezifische und verifizierte Ökobilanzdaten ausdrücklich für die QNG-Ökobilanzierung zuzulassen. Dazu zählen Umweltproduktdeklarationen und Einträge in der ÖKOBAUDAT nach DIN EN 15804+A2. Nur so könnten die tatsächlichen Umweltwirkungen von Bauprodukten berücksichtigt und CO2-optimierte Lösungen angemessen bewertet werden.

Beitrag zu Klimaschutzzielen

Die Einbeziehung individueller Produktdaten soll Innovation und Wettbewerb fördern und emissionsmindernde Bauweisen gezielter unterstützen. Das Positionspapier fordert daher eine Anpassung der QNG-Vorgaben, damit produktspezifische Ökobilanzdaten nach DIN EN 15804+A2 uneingeschränkt genutzt werden können. Zu den Mitunterzeichnern zählen Vertreter von Goldbeck, Holcim Deutschland, Lindner Group, Schüco International, Sto und ArcelorMittal Germany.