Personalmangel und Baukosten prägen Bautrends bis 2027

Personalmangel und Baukosten prägen Bautrends bis 2027 Bild: stock.adobe.com

Personalmangel und Baukosten prägen Bautrends bis 2027

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Das Düsseldorfer Marktforschungsbüro BauInfoConsult hat Hersteller der Baustoff- und Installationsbranche zu ihren Bautrends bis 2027 befragt. Aus Sicht vieler Unternehmen werden vor allem Fachkräftemangel, steigende Baukosten und höhere Materialpreise die Entwicklung der Branche prägen.

Fachkräftemangel bleibt Topthema

Der Fachkräftemangel wird von 48 Prozent der befragten Hersteller als einflussreicher Branchentrend genannt. Besonders kritisch sehen die Unternehmen den Verlust von Erfahrung und Fachwissen, wenn langjährige Beschäftigte in den Ruhestand gehen. Damit bleibt die Personalsituation auch aus Herstellersicht ein zentrales Risiko für die Bauwirtschaft.

Kosten und Preise belasten Erholung

Ebenso stark werden Baukosten und Materialpreise bewertet. Nachdem sich die Preisentwicklung zeitweise zu entspannen schien, sehen die Hersteller wieder zunehmenden Druck auf Materialproduktion und Baulogistik. Das könnte die Erholung der Baunachfrage belasten. Mit steigenden Materialkosten rechnen die meisten Herstellersegmente.

Wachstumsthemen im Schatten

Andere Branchentrends treten dahinter zurück. Nachhaltiges, energieeffizientes, modulares und serielles Bauen sowie BIM werden zwar weiterhin als wichtig wahrgenommen, gelten aber derzeit weniger als dominierende Einflussfaktoren. Auch KI-Anwendungen werden nur von einem kleineren Teil der Hersteller als prägender Trend für die nächsten Jahre eingeordnet.

Forschung bleibt auf Zukunftsthemen ausgerichtet

Die geringere Sichtbarkeit dieser Themen bedeutet nicht, dass sie für die Industrie an Bedeutung verlieren. In Forschung und Entwicklung spielen Umwelt- und Klimaschutz weiterhin eine wichtige Rolle. Auch digitale und technische Themen bleiben in den Entwicklungsabteilungen der Hersteller präsent.

Branche zwischen Druck und Transformation

Die Befragung zeigt eine Verschiebung der Wahrnehmung. Während in früheren Jahren Energieeffizienz und Nachhaltigkeit stärker als bestimmende Trends galten, stehen aktuell kurzfristige Belastungen im Vordergrund. Für die Bauwirtschaft bleibt damit die Herausforderung, Personalmangel und Kostensteigerungen zu bewältigen, ohne langfristige Transformationsaufgaben aus dem Blick zu verlieren.