SHK-Verband: Kurswechsel für Bau und Handwerk

SHK-Verband: Kurswechsel für Bau und Handwerk

SHK-Verband: Kurswechsel für Bau und Handwerk

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Steigende Kosten, Bürokratie und mangelnde Planungssicherheit belasten nach Darstellung des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZV SHK) Investitionen und Projekte in der Bauwirtschaft. Besonders das SHK-Handwerk stehe zwischen politischen Erwartungen an die Wärmewende und Rahmenbedingungen, die wirtschaftliche Entscheidungen erschweren; der Verband fordert deshalb für 2026 einen grundlegenden Neustart und einen Kurswechsel der Bundesregierung.

Kritik an fehlender Verlässlichkeit und Investitionsanreizen

Der Verband kritisiert weniger einzelne Maßnahmen als die grundsätzliche Ausrichtung der Wirtschaftspolitik. Aus Sicht des SHK-Handwerks fehlten Verlässlichkeit, Investitionsanreize und praxisnahe Entscheidungen; stattdessen prägten Unsicherheit, steigende Kosten und wachsende Bürokratie den betrieblichen Alltag. Als Folge würden Investitionen verschoben, Kapazitäten nicht ausgeschöpft und Chancen für die Zukunftsentwicklung von Betrieben verpasst.

Bilanz des Verbandes für das Vorjahr

ZV-SHK-Präsident Michael Hilpert bewertet die wirtschaftspolitische Bilanz der Bundesregierung aus Sicht des Handwerks als ernüchternd und beschreibt das vergangene Jahr in weiten Teilen als verloren. Strukturelle Probleme seien nicht entschlossen angegangen worden; zudem sieht der Verband Leistungsanreize geschwächt und Arbeit verteuert, während Investitionen und Produktivität zurückgingen.

Bürokratie, Energiepreise und neue Regulierung

Als zentrales Hemmnis nennt der Verband die ausufernde Regulierung. Hohe Energiepreise, Bürokratie und immer neue Vorgaben belasteten die Betriebe, wobei das SHK-Handwerk besonders betroffen sei. Gleichzeitig müssten die Unternehmen die Wärmewende umsetzen, während unklare Vorgaben, Dokumentationspflichten und politische Debatten zusätzliche Verunsicherung erzeugten; im Gebäudebereich sieht der Verband administrative Hürden als wesentlichen Kostentreiber.

Wettbewerbsfähigkeit und Fachkräfte

Der Verband beschreibt bereits spürbare Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit: Politische Entscheidungen gingen zu häufig an der betrieblichen Realität vorbei, Investitionen blieben aus, Projekte verzögerten sich und Fachkräfte wanderten ab. Zugleich betont das SHK-Handwerk seinen Anspruch, Verantwortung zu übernehmen, und sieht sich als Umsetzer der Wärmewende sowie als Interessenvertreter der Verbraucher.

Forderungen an die Bundesregierung

Der ZV SHK fordert weniger Bürokratie, mehr Vertrauen in Mittelstand und Handwerk sowie stabile wirtschaftspolitische Leitplanken. Hilpert verbindet dies mit der Erwartung, 2026 zum Jahr der Umsetzung zu machen, und warnt vor einem weiteren Jahr des Zögerns; aus seiner Sicht müsse die Politik sich zwischen Vertrauen in Mittelstand und Handwerk oder weiterem Stillstand entscheiden.

Quelle: www.meistertipp.de