Wohnungsbaukrise kostet Bauwirtschaft Milliarden

Wohnungsbaukrise kostet Bauwirtschaft Milliarden Bild: stock.adobe.com

Wohnungsbaukrise kostet Bauwirtschaft Milliarden

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Der Wohnungsbau in Deutschland steckt weiter in der Krise. Nach Angaben des Bau-Monitor 2026 fehlen bundesweit rund 1,35 Millionen Wohnungen. Gleichzeitig könnte der Neubau im Jahr 2026 auf etwa 185.000 Wohnungen sinken. Für Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und die Baustoffbranche hat der Einbruch erhebliche Folgen.

Weniger Wohnungen als 2023

Der vom Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel beauftragte Bau-Monitor wurde vom Pestel-Institut erstellt. Demnach wurden 2025 rund 84.600 Wohnungen weniger gebaut als 2023. Das entspricht mehr als neun Millionen Quadratmetern Wohnfläche. Als Vergleich dient eine stabile Bautätigkeit von rund 300.000 neuen Wohnungen pro Jahr.

Umsatzverlust am Bau

Zwischen 2023 und 2025 beziffert das Pestel-Institut den Netto-Umsatzverlust am Bau auf rund 26,9 Milliarden Euro. Der Rückgang im Wohnungsbau habe das Bruttoinlandsprodukt um 0,6 Prozentpunkte gedrückt. Zudem errechnet die Studie einen Wohlstandsverlust von mindestens einem Prozent.

Steuerausfälle für den Staat

Die Krise wirkt sich auch auf die öffentlichen Haushalte aus. Nach Berechnungen des Instituts sollen dem Staat im Jahr 2025 allein bei der Umsatzsteuer rund 5,1 Milliarden Euro entgangen sein. Bei der Grunderwerbsteuer werden weitere Ausfälle von 1,9 Milliarden Euro genannt.

Sorge vor weiteren Insolvenzen

Der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel warnt vor zusätzlichen Belastungen für Bau und Baustoffherstellung. Genehmigte Vorhaben würden nicht umgesetzt, Investitionen verschoben oder gestrichen. Dadurch müssten Unternehmen Kapazitäten abbauen, während Fachkräfte der Branche verloren gehen könnten.

Forderung nach Förderung und Tempo

Der Verband fordert ein Dynamik-Paket Wohnen macht Wirtschaft. Dazu zählen eine verlässliche Neubauförderung, mehr Tempo beim Gebäudetyp-E-Gesetz und ein deutlicher Bürokratieabbau. Mehrfamilienhäuser mit bis zu zwölf Wohneinheiten sollen unter bestimmten Voraussetzungen schneller realisiert werden können.

Baustarts besser erfassen

Zusätzlich fordert der BDB eine monatliche Statistik der tatsächlichen Baustarts. Dadurch ließe sich schneller erkennen, ob genehmigte Projekte tatsächlich umgesetzt werden. Für die Branche bleibt entscheidend, dass aus Bedarf, Genehmigungen und Förderprogrammen wieder verlässlich neue Baustellen entstehen.

Quelle: www.meistertipp.de