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Bauausbildung: 4,9 Prozent mehr Auszubildende am Bau
Ende September 2026 befanden sich bundesweit 37.694 junge Menschen in einer Bauausbildung, wie der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) mitteilt. Das sind 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. 12.209 Nachwuchskräfte haben ihre Ausbildung in diesem Jahr begonnen, ebenfalls knapp fünf Prozent mehr. Besonders gefragt sind die Berufe Tiefbaufacharbeiter, Zimmerer und Maurer. Bayern führt den Ländervergleich an. Der positive Trend setzt sich damit bereits im zweiten Jahr fort.
Einheitliche Tarife stützen die Ausbildung
Laut Heribert Jöris, Geschäftsführer Sozial- und Tarifpolitik des ZDB, sehen junge Menschen am Bau wieder echte Perspektiven, von der Gesellenprüfung über den Meisterbrief bis zum eigenen Betrieb. Als wichtigen Erfolgsfaktor nennt der Verband die vergleichsweise hohen Ausbildungsvergütungen. Seit April 2026 gelten bundesweit einheitliche Tarifsätze für Ost- und Westdeutschland. Zudem unterstützt das tarifliche Berufsbildungsverfahren seit 50 Jahren die überbetriebliche Ausbildung und senkt vor allem für kleinere Betriebe die Ausbildungskosten.
Im dritten Lehrjahr gibt es über 1.600 Euro
Nach Angaben der Bauwirtschaft Baden-Württemberg erhalten Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr gut 1.100 Euro monatlich, im dritten über 1.600 Euro. Hinzu kommen Aufstiegsmöglichkeiten vom Vorarbeiter über den Polier oder Meister bis zur Selbstständigkeit. Beim Infotag Bauausbildung am 20. Oktober konnten Jugendliche in sieben Ausbildungszentren im Land Bauberufe praktisch kennenlernen, vom Mauern über das Fliesenschneiden bis zum Minibagger. Im Ausbildungsjahr 2025/2026 wurden in Baden-Württemberg mehr als 5.600 Nachwuchskräfte ausgebildet.
Der ZDB fordert bessere Berufsorientierung
Trotz steigender Zahlen bleibt die Nachwuchsgewinnung eine zentrale Aufgabe. Damit der Nachwuchs den demografischen Wandel etwas ausgleichen kann, fordert Jöris eine bessere Berufsorientierung an allen Schulen, auch an Gymnasien. Zudem müsse die Baupolitik langfristige Perspektiven bieten, damit Betriebe weiterhin Ausbildungsplätze sichern können.
Quelle: www.meistertipp.de