Wärmepumpe führt 2025 den Heizungsmarkt an

Wärmepumpe führt 2025 den Heizungsmarkt an Bild: stock.adobe.com

Wärmepumpe führt 2025 den Heizungsmarkt an

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Im Jahr 2025 übernimmt die Wärmepumpe mit einem Rekordabsatz von rund 299.000 Anlagen die Spitzenposition im deutschen Heizungsmarkt. Gegenüber dem Vorjahr legte der Absatz um 55 Prozent zu. Fossile Heizsysteme rutschten nach Darstellung des Textes auf historische Tiefststände. Für Bauunternehmen und SHK-Handwerk ergeben sich daraus neue Geschäftspotenziale im Neubau und in der energetischen Sanierung. Als zentrale Voraussetzung für die weitere Entwicklung werden langfristig verlässliche Förderprogramme und politische Rahmenbedingungen genannt. Innerhalb von fünf Jahren habe sich der Absatz von Wärmepumpen mehr als verdoppelt.

Luft-Wasser-Systeme dominieren

Den größten Anteil haben Luft-Wasser-Wärmepumpen. Sie machen demnach rund 95 Prozent des Absatzes aus. Mehr als 280.000 Anlagen dieser Bauart wurden 2025 installiert, was einem Wachstum von nahezu 60 Prozent entspricht. Zugleich wird ein wachsendes Interesse an Lösungen beschrieben, bei denen die Technik vollständig im Gebäude installiert wird und keine Außeneinheit benötigt.

Gas und Öl mit starkem Rückgang

Der Absatz konventioneller Heizungen sinkt deutlich. Gas-Brennwertgeräte erreichten nur noch rund 229.000 verkaufte Einheiten und liegen damit klar unter früheren Spitzenwerten von deutlich über 600.000 Anlagen jährlich. Ölheizungen verzeichnen dem Text zufolge innerhalb eines Jahres einen Rückgang um fast drei Viertel. Für Betriebe mit Schwerpunkt auf fossiler Heiztechnik wird ein steigender Anpassungsdruck beschrieben.

Förderpolitik als entscheidender Faktor

Eine repräsentative Verbraucherumfrage im Auftrag von Stiebel Eltron wird als Hinweis führt an, dass Planungssicherheit bei staatlichen Förderprogrammen für Investitionsentscheidungen maßgeblich ist. Knapp neun von zehn Befragten bewerten verlässliche Förderbedingungen als wichtig oder sehr wichtig für einen Heizungswechsel. Heinz-Werner Schmidt, Geschäftsführer von Stiebel Eltron, bezeichnet 2025 als Wendepunkt und fordert Kontinuität in der Förderpolitik, um Wettbewerbsfähigkeit und Innovation weiter zu stützen.

Quelle: www.meistertipp.de
  • Cordula Kiefer