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GdW bereitet Rahmenvereinbarung für serielles Sanieren vor
Die Wohnungswirtschaft bereitet eine neue Rahmenvereinbarung für serielles Sanieren vor. Die Ausschreibung für Serielles Sanieren 1.0 soll planmäßig Ende Juni starten. Das wurde bei einem Treffen des Begleitkreises zur Projektgruppe beim Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW bestätigt.
Kooperation mit Bauindustrie und dena
Die Rahmenvereinbarung entsteht gemeinsam mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Deutschen Energie-Agentur. Begleitet wird das Verfahren durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Beim Treffen wurden der aktuelle Stand der Ausschreibung und letzte offene Punkte beraten.
Zugang zu skalierbaren Lösungen
Ziel der Rahmenvereinbarung ist es, Wohnungsunternehmen den Zugang zu verlässlichen, hochwertigen und skalierbaren Lösungen für die serielle energetische Sanierung zu erleichtern. GdW-Hauptgeschäftsführerin Ingeborg Esser sieht darin eine Grundlage, um energetische Modernisierungen schneller, effizienter und wirtschaftlicher umzusetzen und Wohnungsunternehmen bei ihren Klimapfaden zu unterstützen.
Industrialisierung auch im Bestand
Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie bewertet serielles und modulares Bauen als festen Bestandteil der Wertschöpfungskette Bau. Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller sieht industrielle Produktions- und Bauweisen als Hebel gegen lange Bauzeiten und hohe Baukosten. Mit der neuen Rahmenvereinbarung soll nach dem Neubau nun stärker die Modernisierung des Bestands in den Blick genommen werden.
Mehr Transparenz für die Vergabe
Nach Einschätzung der dena kann die Rahmenvereinbarung den Schritt in den Breitenmarkt unterstützen. Sie soll die Vergabe vereinfachen, Transparenz über verfügbare Lösungen schaffen und die Entscheidung für serielle Sanierungen erleichtern. Das serielle Sanieren gilt als wichtiger Ansatz für die Transformation des Gebäudebestands, weil standardisierte Prozesse und industrielle Vorfertigung Sanierungen beschleunigen, Kosten senken und Kapazitäten effizienter nutzen können.
Drei Ziele für den Gebäudesektor
Mit der Rahmenvereinbarung verfolgt die Wohnungswirtschaft drei zentrale Ziele: verlässliche Prozesse für Wohnungsunternehmen, eine Beschleunigung und Skalierung des Marktes für serielle Sanierungslösungen sowie die Unterstützung der Energiewende und der Klimaziele im Gebäudesektor.