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Sondervermögen bringt im Hochbau bislang wenig Impulse
Das Sondervermögen der Bundesregierung soll Investitionen ankurbeln und der Bauwirtschaft neue Aufträge bringen. Eine aktuelle Erhebung von BauInfoConsult zeigt jedoch, dass viele Hersteller von Baustoffen und Installationsmaterialien für 2026 nur eingeschränkt mit zusätzlichen Geschäften rechnen.
Nur wenige erwarten klare Vorteile
Lediglich 18 Prozent der befragten Hersteller stimmen voll und ganz der Aussage zu, dass das Sondervermögen bereits im laufenden Jahr Bauinvestitionen auslöst, von denen das eigene Unternehmen profitiert. Weitere 43 Prozent erwarten eingeschränkt positive Effekte. Dagegen rechnen 33 Prozent überwiegend nicht mit entsprechenden Vorteilen.
Hochbau profitiert nur begrenzt
Besonders zurückhaltend sind Hersteller aus hochbauorientierten Segmenten. Dazu zählen Ausbau, Außenwand, Küche, Türen und Tore sowie Badezimmer. Da ein erheblicher Teil der zusätzlichen Mittel in öffentliche Infrastruktur fließen soll, entstehen für diese Bereiche zunächst nur begrenzte Absatzchancen.
Unterschiede nach Gewerk
Die Wirkung des Sondervermögens dürfte sich je nach Marktsegment deutlich unterscheiden. Tiefbau- und Infrastrukturprojekte können bestimmte Bereiche stärken, während klassische Hochbau- und Ausbaugewerke weniger unmittelbar profitieren. Auch das als langsam empfundene Reformtempo trägt zur vorsichtigen Einschätzung bei.
Rohbau und Elektro optimistischer
Bessere Erwartungen gibt es bei Herstellern von Rohbaustoffen und Elektroinstallationsmaterial. Auch im Heizungsbereich rechnen einzelne Unternehmen mit positiven Auswirkungen. Ein Grund ist, dass Mittel nicht nur in Infrastruktur, sondern auch in Schulen, Kitas und Verwaltungsgebäude fließen können.
Konkrete Projekte entscheiden
Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe wird entscheidend sein, wie schnell aus den bereitgestellten Mitteln konkrete Bauprojekte und Ausschreibungen entstehen. Die Erhebung zeigt, dass zusätzliche staatliche Milliarden allein noch keine breite Aufbruchstimmung auslösen.
Geteilte Baukonjunktur möglich
Für 2026 zeichnet sich damit eine uneinheitliche Entwicklung ab. Während Infrastruktur, Rohbau und einzelne technische Gewerke Chancen sehen, bleibt der Impuls im klassischen Hochbau begrenzt. Die weitere Entwicklung hängt davon ab, ob Investitionen tatsächlich zeitnah in planbare Aufträge überführt werden.
Quelle: www.meistertipp.de