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Smarte Schutzhelme erweitern die Prävention am Bau
AST Arbeitssicherheit hat den Industrieschutzhelm Guardio Armet Pro Connected in sein Vertriebs- und Schulungsangebot aufgenommen. Der Helm soll künftig unter anderem in Kran-, PSAgA- und Hubarbeitsbühnen-Kursen eingesetzt werden. Vorgestellt wird er gemeinsam mit einem Kommunikations-Gehörschutz auf der Fachmesse Arbeitssicherheit Aktuell in Stuttgart.
Schutz und digitale Prävention
Der Helm steht für eine Entwicklung hin zu intelligenter persönlicher Schutzausrüstung. Neben dem unmittelbaren Schutz sollen digitale Funktionen dazu beitragen, Beinahe- und Unfallgeschehen besser auszuwerten. Auf dieser Grundlage können betriebliche Sicherheitsmaßnahmen stärker an tatsächlichen Gefährdungen ausgerichtet werden.
Sensoren für Echtzeitwarnungen
Ein Sensor von Quin überwacht nach Angaben von AST das Helmgeschehen sowie die Innentemperatur. Im Notfall können automatisch Warnmeldungen an hinterlegte Kontakte oder Rettungsdienste gesendet werden. Zusätzlich lassen sich Notfallinformationen auf dem Helm speichern und über einen NFC-Chip abrufen.
Schutz bei schrägen Aufprällen
Der Boden- und Höhenarbeitshelm verfügt über ein Mips-Gehirnschutzsystem mit reibungsoptimierter Innenschale. Diese soll bei schrägen Stoß- und Aufprallsituationen Drehbewegungen des Kopfes reduzieren und damit das Risiko von Gehirnverletzungen mindern. Ergänzt wird die Ausstattung durch Belüftung, einen einstellbaren 4-Punkt-Kinnriemen und einen magnetischen Schnellverschluss.
Neue Anforderungen an Schutzhelme
Für Industrieschutzhelme verweist AST auf die überarbeitete EN 397:2025. Bei Neubeschaffungen müssen Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung eine Auswahlentscheidung treffen, begründen und dokumentieren. Die Norm unterscheidet laut AST zwischen Typ 1 für übliche Gefährdungen und Typ 2 für höhere mechanische Belastungen.
Bestandshelme weiter nutzbar
Helme nach EN 397:2012+A1:2012 müssen laut AST nicht unmittelbar ersetzt werden. Sie können bis zur Ablegereife verwendet werden, entsprechen nach Unternehmensangaben jedoch nicht dem aktuellen Sicherheitsniveau. Für Betriebe gewinnt damit die dokumentierte Auswahl geeigneter Schutzhelme an Bedeutung.
Kommunikation bei Lärm
Als Ergänzung setzt AST auf den Freebird-Kommunikations-Gehörschutz. Er soll die Verständigung in lauten Industrie- und Baustellenumgebungen ermöglichen, ohne dass der Gehörschutz abgenommen werden muss. Damit verbindet das System Gehörschutz, Kommunikation und Arbeitssicherheit in einem praxisnahen Ansatz.