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Sanierung des Augsburger Perlachturms verzögert sich
Die Sanierung des Augsburger Perlachturms dauert länger als bislang geplant. Die Bauarbeiten an dem rund 70 Meter hohen historischen Turm neben dem Renaissance-Rathaus sollten ursprünglich bis Herbst 2027 abgeschlossen werden. Nach Angaben der Stadt wird nun eine Fertigstellung Mitte 2028 angestrebt.
Kosten steigen auf elf Millionen Euro
Mit der Verzögerung erhöhen sich auch die Kosten. Statt der bisher vorgesehenen neun Millionen Euro rechnet die Stadt nun mit elf Millionen Euro. Als Gründe nennt die Verwaltung unter anderem die Insolvenz eines am Bau beteiligten Unternehmens sowie Schäden und Mängel, die erst während der laufenden Sanierung entdeckt wurden.
Kriegsschäden erst spät erkannt
Bei den Arbeiten wurden unter anderem Schäden festgestellt, die bereits im Zweiten Weltkrieg entstanden waren. Diese seien damals nur mangelhaft oder gar nicht repariert worden. Augsburg war im Krieg großflächig bombardiert worden, auch das Rathaus wurde zu großen Teilen zerstört.
Historisches Wahrzeichen am Rathausplatz
Der Perlachturm am Rathausplatz gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Augsburgs. An dem Standort soll bereits im Jahr 989 ein rund 30 Meter hoher Wachturm gestanden haben. Später wurde der Turm umgebaut und aufgestockt. Sein heutiges Erscheinungsbild erhielt er Anfang des 17. Jahrhunderts.
Bund beteiligt sich an Sanierung
Der Perlachturm ist ein beliebter Aussichtsturm und ein bedeutendes Denkmal mit mehr als tausendjähriger Geschichte. Für die Sanierung stellt der Bund mehrere Millionen Euro bereit. Die nun bekannt gewordenen Schäden zeigen, wie anspruchsvoll die Instandsetzung historischer Bausubstanz im laufenden Projektverlauf werden kann.