Dachdeckerhandwerk erreicht Rekord bei Ausbildung

Dachdeckerhandwerk erreicht Rekord bei Ausbildung Bild: stock.adobe.com

Dachdeckerhandwerk erreicht Rekord bei Ausbildung

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Das Dachdeckerhandwerk zeigt sich trotz schwieriger Baukonjunktur vergleichsweise robust. Nach vorläufigen Zahlen des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks lag der Gesamtumsatz im Jahr 2025 bei 13,5 Milliarden Euro und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Zugleich blieb die Insolvenzquote niedrig.

Mittelständische Struktur prägt das Gewerk

Zum Jahresende waren 15.241 Dachdeckerbetriebe in der tariflichen Sozialkasse registriert. Die Branche ist weiterhin stark mittelständisch geprägt. Rund 78 Prozent der Unternehmen beschäftigen weniger als zehn Personen. Diese kleinteilige Struktur kann Betrieben helfen, Kapazitäten flexibel an die Auftragslage anzupassen.

Beschäftigung leicht rückläufig

Die schwache Baukonjunktur macht sich dennoch bemerkbar. Die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer sank 2025 um ein Prozent auf 61.723. Damit steht auch das Dachdeckerhandwerk unter dem Druck eines stagnierenden Marktes, hoher Kosten und veränderter Auftragsstrukturen.

Ausbildung legt deutlich zu

Besonders positiv entwickelte sich die Ausbildung. Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse erreichte den höchsten Stand seit 2003. Im ersten Lehrjahr stieg die Zahl der Auszubildenden um 10,8 Prozent. Damit investieren viele Betriebe trotz stagnierender Umsätze weiter in den eigenen Fachkräftenachwuchs.

Insolvenzquote bleibt niedrig

Auch bei den Insolvenzen zeigt sich die Branche widerstandsfähig. Im Jahr 2025 wurden 105 Insolvenzeröffnungen registriert. Bezogen auf die Zahl der Betriebe entspricht das einer Quote von 0,7 Prozent. Rechnerisch kamen damit 99,3 Prozent der Unternehmen durch das Jahr.

Bestand gewinnt an Bedeutung

Angesichts des schwachen Neubaus dürfte das Bauen im Bestand für Dachdecker weiter an Gewicht gewinnen. Dazu zählen klassische Dachsanierungen ebenso wie zusätzliche Arbeiten im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen. Die Branchenzahlen unterscheiden allerdings nicht zwischen Neubau, Sanierung und weiteren Tätigkeitsfeldern.

Nachwuchs als Zukunftssignal

Die steigende Zahl der Auszubildenden könnte auf einen Generationenwechsel im Dachdeckerhandwerk hinweisen. Bleibt die Ausbildungsbereitschaft hoch, schafft sich die Branche trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine wichtige Grundlage für die kommenden Jahre.

Quelle: www.meistertipp.de

  • Cordula Kiefer