Deutschland führt europäische Baukonjunktur an

Deutschland führt europäische Baukonjunktur an Bild: stock.adobe.com

Deutschland führt europäische Baukonjunktur an

  • Hochbau
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Die Baukonjunktur gewinnt in Deutschland und Europa an Dynamik. Nach dem RICS Global Construction Monitor für das zweite Quartal 2026 stieg der weltweite Construction Sentiment Index von +8 auf +13 Punkte. In Europa verbesserte sich der Wert von +7 auf +17 Punkte.

Deutschland an der Spitze

Deutschland erreicht im europäischen Vergleich einen Wert von +36 Punkten und liegt damit knapp vor den Niederlanden mit +35 Punkten. Auch andere Märkte zeigen eine Erholung. Italien kehrt mit +10 Punkten in den positiven Bereich zurück, während Frankreich trotz Verbesserung mit -8 Punkten weiter negativ bleibt.

Arbeitsauslastung steigt

Besonders deutlich zeigt sich die Belebung bei der Arbeitsauslastung. Deutschland kommt über alle Bereiche hinweg auf einen Nettosaldo von +33 Prozent. Damit zählt der Markt international zu den stärkeren untersuchten Ländern. Nur Nigeria und Indien liegen mit jeweils +40 Prozent darüber.

Infrastruktur als Treiber

In Deutschland verbessern sich alle betrachteten Bausegmente. Im privaten Wohnungsbau steigt der Wert von +20 auf +22 Prozent. Deutlich stärker entwickelt sich der private Gewerbebau mit einem Anstieg von +13 auf +33 Prozent. In der Infrastruktur steigt der Nettosaldo von +29 auf +44 Prozent und bleibt damit ein wichtiger Treiber der Baukonjunktur.

Kosten und Personal bleiben Engpässe

Trotz der besseren Stimmung bestehen erhebliche Risiken. In Deutschland nennen jeweils 56 Prozent der Befragten Materialkosten und Fachkräftemangel als wichtigste Einschränkungen für die Bautätigkeit. Europaweit hat sich die Personalfrage ebenfalls verschärft. Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel treten stärker in den Vordergrund.

Aussichten verbessern sich

Für die kommenden zwölf Monate steigen die Erwartungen in Europa. Im privaten Wohnungsbau verbessert sich der Ausblick von +14 auf +23 Prozent, im Gewerbebau von +18 auf +31 Prozent. Die Infrastruktur bleibt mit +33 Prozent auf hohem Niveau. Auch die Erwartungen an die Gewinnmargen drehen deutlich ins Plus.

Erholung mit Risiken

Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe deutet der Report auf bessere Marktchancen hin. Gleichzeitig bleibt die Erholung anfällig. Hohe Materialkosten, fehlende Arbeitskräfte und der Fachkräftemangel können den Aufschwung bremsen und bleiben zentrale Herausforderungen für die Branche.

Quelle: www.meistertipp.de