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US-Importe aus Deutschland gehen bei Stahl- und Aluminiumwaren zurück
Die hohen US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumwaren wirken sich spürbar auf den Handel mit den Vereinigten Staaten aus. Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft sanken die US-Importe betroffener Waren weltweit zwischen August 2025 und Mai 2026 um 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Aus Deutschland gingen die Importe um 10,5 Prozent zurück.
Deutschland verliert Marktanteile
Der Wert der betroffenen Waren aus Deutschland sank um knapp 1,2 Milliarden US-Dollar. Der deutsche Anteil an den US-Importen fiel um 0,2 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent. Damit gehört Deutschland zu den Ländern, die im US-Markt Marktanteile verloren haben. Auch weitere EU-Staaten wie die Niederlande und Frankreich verzeichneten Rückgänge.
China besonders stark betroffen
Am stärksten traf der Rückgang China. Die US-Importe betroffener Waren aus China brachen wertmäßig um fast 34 Prozent ein, ein Minus von rund 7,9 Milliarden US-Dollar. Der chinesische Marktanteil sank um 4,4 Prozentpunkte. Als Grund gilt der besonders hohe effektive US-Zollsatz auf chinesische Waren.
Asiatische Länder gewinnen hinzu
Während Deutschland, China und mehrere EU-Länder Marktanteile verlieren, legen andere asiatische Staaten zu. Besonders deutlich stiegen die US-Importe aus Thailand um 31 Prozent. Auch Vietnam, Japan und Indien konnten zulegen. Thailand baute seinen Marktanteil an den betroffenen US-Importen auf 4,4 Prozent aus.
Handelswege verschieben sich
Das IW sieht Hinweise darauf, dass sich Handelsströme durch die Zölle verlagern. Auffällig ist, dass Importe aus Thailand und Vietnam trotz ähnlich hoher Zölle wie auf deutsche Waren deutlich gestiegen sind. Die Studie hält es deshalb für möglich, dass chinesische Waren teilweise über Drittländer in die USA gelangen.
Zusatzzölle bremsen Exporte
Für Deutschland und die EU ergeben sich durch jüngere US-Zolländerungen bei einigen Waren leichte Vorteile gegenüber China. Solange die hohen Zusatzzölle bestehen, bleiben deutsche Unternehmen beim Export in die USA jedoch belastet. Die Entwicklung zeigt, wie stark Zollpolitik Lieferketten, Marktanteile und internationale Handelswege beeinflussen kann.