Sachsen fördert vier Projekte für klimaresilienten Stadtumbau

Sachsen fördert vier Projekte für klimaresilienten Stadtumbau Bild: stock.adobe.com

Sachsen fördert vier Projekte für klimaresilienten Stadtumbau

  • Nachhaltigkeit
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Der Freistaat Sachsen fördert vier Modellprojekte zum klimaresilienten Stadtumbau mit insgesamt 948.000 Euro. Die Vorhaben werden in Leipzig, Nossen, Ottendorf-Okrilla und Dresden umgesetzt. Sie sollen zeigen, wie Kommunen auf Hitze, Starkregen und Trockenheit reagieren und zugleich Wohn- und Lebensqualität in Innenstädten und Ortsteilen verbessern können.

Programm war deutlich überzeichnet

Das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung hatte Städte und Gemeinden aufgerufen, Projektideen für klimaangepasste Stadtentwicklung einzureichen. Insgesamt gingen 24 Projektskizzen mit einem beantragten Fördervolumen von rund 4,6 Millionen Euro ein. Das Programm war damit etwa vierfach überzeichnet. Ein Fachkreis aus Ministerien, Praxis und Forschung wählte vier Modellprojekte nach fachlichen Kriterien aus.

Leipzig und Nossen setzen auf Wasser und Grün

In Leipzig soll im Zuge des Fernwärmeausbaus ein Abschnitt der Steinstraße in der Südvorstadt West klimaangepasst umgestaltet werden. Geplant ist ein wassersensibler Straßenraum, in dem Niederschlagswasser vor Ort versickern kann. In Nossen wird der nahezu vollständig versiegelte Schulhof der Dr.-Eberle-Oberschule entsiegelt, begrünt und mit blau-grüner Infrastruktur ausgestattet. Beide Vorhaben werden mit jeweils 250.000 Euro gefördert.

Schwammstadt in Ottendorf-Okrilla

Ottendorf-Okrilla erhält ebenfalls 250.000 Euro für ein Schwammstadtkonzept in der neuen Ortsmitte. Regenwasser, Grünflächen, Oberflächen und unterirdische Infrastruktur sollen von Beginn an gemeinsam geplant werden. Das Projekt soll insbesondere für kleinere und mittlere Kommunen mit neuen Quartiersentwicklungen oder Brachflächen beispielhaft sein.

Dresden entwickelt Kulturpalast-Vorplatz weiter

In Dresden soll der Vorplatz des Kulturpalastes klimaresilient weiterentwickelt werden. Vorgesehen sind modulare Begrünung, temporäre Verschattung, intelligente Wassernutzung und ein elektrisch betriebener Bio-Luftfilter. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und durch Kultur-, Bildungs- und Beteiligungsformate ergänzt. Die Förderung beträgt 198.000 Euro.

Praxisbeispiele für weitere Kommunen

Die Förderung erfolgt auf Grundlage der Förderrichtlinie Städtebauliche Erneuerung. Die maximale Förderhöhe pro Modellprojekt liegt bei 250.000 Euro. Nach der Umsetzung sollen die vier Vorhaben als Praxisbeispiele für andere Städte und Gemeinden dienen und Erfahrungen für die künftige Förderpraxis liefern.