Digitale Quellen prägen Informationsverhalten am Bau

Digitale Quellen prägen Informationsverhalten am Bau Bild: stock.adobe.com

Digitale Quellen prägen Informationsverhalten am Bau

  • Digitalisierung & Technik
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Das Informationsverhalten in der Bauwirtschaft verändert sich deutlich. Nach einer aktuellen Untersuchung des Düsseldorfer Marktforschungsinstituts BauInfoConsult haben digitale Informationsquellen persönliche Kontakte wieder überholt. Für die Studie wurden im Frühjahr 2026 insgesamt 400 Architekturbüros, Bauunternehmen sowie Dachdecker-, Zimmerer-, Maler-, Trockenbau- und SHK-Betriebe befragt. Mindestens die Hälfte der Befragten bewertet das Internet heute als wichtigste Informationsquelle für Produkte, Materialien und Lösungen im Baugewerbe.

KI beschleunigt die Recherche

Bauunternehmen und Handwerksbetriebe recherchieren zunehmend online nach Preisen, Lieferverfügbarkeiten, technischen Daten und Verarbeitungshinweisen. Auch Architekten nutzen digitale Quellen verstärkt, um Produktalternativen und geeignete Lösungen für Planungen zu prüfen. Nach Einschätzung von BauInfoConsult beschleunigen insbesondere KI-gestützte Suchfunktionen den Zugang zu relevanten Informationen.

Vier Kommunikationstypen in der Branche

Die Studie unterscheidet vier Informations- und Kommunikationstypen. Die Digitalen bilden mit 54 Prozent die größte Gruppe und bevorzugen Internetrecherche sowie digitale Informationsangebote. Rund 30 Prozent zählen zu den Persönlichen, die den direkten Austausch mit Kollegen, Handelspartnern oder Außendienstmitarbeitern besonders schätzen. Gedruckte Fachmedien sind für elf Prozent der wichtigste Kanal. Vier Prozent informieren sich bevorzugt über soziale Netzwerke und interaktive Online-Plattformen.

Klassische Kanäle bleiben Teil der Entscheidung

Trotz der stärkeren digitalen Orientierung nutzen viele Bauunternehmen mehrere Informationskanäle parallel. Digitale Angebote, persönliche Gespräche, Fachmedien und soziale Netzwerke werden je nach Fragestellung kombiniert. Klassische Informationskanäle wie Fachzeitschriften und Messen verlieren zwar an Gewicht, bleiben aber weiterhin Teil des Entscheidungsprozesses.

Digitale Präsenz wird wichtiger

Für Hersteller, Baustoffhändler und Softwareanbieter wächst damit die Bedeutung einer starken digitalen Präsenz. Aktuelle Webseiten, auffindbare Inhalte und KI-tauglich aufbereitete Informationen werden wichtiger, um Bauunternehmen und Handwerksbetriebe zu erreichen. Persönliche Kontakte bleiben relevant, doch die digitale Kommunikation gibt zunehmend den Takt vor.

Quelle: www.meistertipp.de
  • Cordula Kiefer