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Baukonjunktur bleibt trotz hoher Kosten stabil
Steigende Energiepreise, geopolitische Spannungen und Unsicherheiten im Welthandel erhöhen den Druck auf die europäische Bauwirtschaft. Nach einer Analyse des Europäischen Architekturbarometers hat sich die Stimmung in der Branche eingetrübt. Die Auftragslage vieler Unternehmen bleibt jedoch stabiler als erwartet. Projekte werden demnach häufiger verschoben als gestrichen.
Materialpreise als größtes Risiko
Besonders stark wirken sich die Unsicherheiten auf die Baukosten aus. 70 Prozent der befragten europäischen Architekten sehen steigende Materialpreise als wichtigste Folge der aktuellen Lage. Hinzu kommen volatile Energiepreise, Lieferkettenprobleme und schwankende Logistikkosten. Für Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und Projektentwickler erschwert dies die Kalkulation und belastet vor allem den Wohnungsbau.
Aufträge bleiben vielfach bestehen
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen zeichnet die Analyse kein Krisenszenario. Investoren, öffentliche Auftraggeber und Projektentwickler vertagen Entscheidungen häufiger, statt Vorhaben vollständig aufzugeben. Stabilisierend wirken der anhaltende Wohnungsmangel, die Nachfrage nach Sanierungen, Investitionen in Infrastruktur sowie höhere Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.
Deutschland mit leichtem Rückgang
Für Deutschland prognostiziert das Architekturbarometer 2026 einen Rückgang der Bauproduktion um 0,9 Prozent. Andere Märkte entwickeln sich voraussichtlich etwas positiver. Spanien, die Niederlande und Großbritannien sollen moderat wachsen. Insgesamt erwarten die Analysten eher eine Phase der Stagnation als einen deutlichen Abschwung.
Erholung ab 2027 erwartet
Für 2027 fällt der Ausblick freundlicher aus. In allen acht untersuchten europäischen Märkten wird wieder Wachstum erwartet. Auch Deutschland soll dann um rund ein Prozent zulegen. Als Gründe nennt die Analyse die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnraum, den wachsenden Sanierungsbedarf und die Erwartung, dass aufgeschobene Investitionen nach einer Beruhigung der geopolitischen Lage schrittweise zurückkehren.
Quelle: www.meistertipp.de