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Hamburg fehlen altersgerechte Wohnungen
Hamburg steuert einer Untersuchung zufolge auf einen deutlichen Mangel an altersgerechten Wohnungen zu. Nach der Studie des Pestel-Instituts im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel sind derzeit nur 57.600 von mehr als einer Million Wohnungen so gebaut, dass ältere Menschen sie mit Rollator oder Rollstuhl gut nutzen können. Gleichzeitig gehen in den kommenden zehn Jahren rund 245.600 Babyboomer in Rente.
Viele Barrieren im Bestand
Nach Angaben des Pestel-Instituts sind 35 Prozent aller Hausflure in Hamburg nicht breit genug, um sie mit dem Rollstuhl gut zu passieren. Das betrifft rund 347.400 Wohnungen. Zudem sind 401.600 Küchen und 551.400 Bäder zu klein, um dort mit einem Rollstuhl zu wenden. Eine bodengleiche Dusche, die für den Verbleib in der eigenen Wohnung wichtig sein kann, gibt es nur in rund 171.200 Hamburger Wohnungen.
Umbau wichtiger als Neubau
Der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel sieht die Lösung vor allem im seniorengerechten Umbau bestehender Wohnungen. Neubau könne helfen, reiche aber allein nicht aus. Entscheidend sei der Umbau der Wohnungen, in denen die geburtenstarken Jahrgänge bereits heute leben. Aus Sicht des Verbands kann eine altersgerechte Sanierung langfristig günstiger sein als ein Umzug ins Pflegeheim.
Forderung nach höheren Zuschüssen
Für eine breitere Sanierungswelle fordert der Verband stärkere Unterstützung durch den Bund. Die derzeit gängige staatliche Förderung von zehn Prozent beim Badumbau bewertet das Pestel-Institut als unzureichend. Benötigt würden aus Sicht der Studienautoren höhere Zuschüsse, um mehr Wohnungen altersgerecht umzubauen.