Klimaanpassung und Fachkräftesicherung in Hessen
Am 30. Januar 2026 kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Garten- und Landschaftsbau zu einem Austausch bei der August Fichter GmbH & Co. KG in Raunheim bei Frankfurt am Main zusammen. Eingeladen hatte der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen (FGL), um zentrale Branchenthemen im direkten Dialog mit der Landespolitik zu erörtern.
Teilnehmende aus Ministerium, Landtag und Branche
An dem Termin nahmen Staatssekretär Daniel Köfer vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat teil, begleitet von Margit Fischer. Aus dem Hessischen Landtag waren Sabine Bächle-Scholz (CDU) und Kerstin Geis (SPD) vertreten. Für den FGL war Präsident Karsten Hain dabei. Außerdem nahmen Silvio Michael von der Fördergesellschaft Landesgartenschauen Hessen und Thüringen mbH sowie Fredrik Wohlfeil und Christan Wübbenhorst als Geschäftsführer der August Fichter GmbH & Co. KG teil.
Schwerpunkte: Klimawandel, Urbanisierung und grüne Infrastruktur
Im Mittelpunkt standen die Rahmenbedingungen für den Garten- und Landschaftsbau in Hessen vor dem Hintergrund von Klimawandel, zunehmender Urbanisierung und steigenden Anforderungen an die grüne Infrastruktur. Diskutiert wurden Maßnahmen zur Klimaanpassung in Städten und Gemeinden, darunter Stadtgrün zur Verbesserung des Mikroklimas, Entsiegelung, Regenwassermanagement und hitzereduzierende Freiräume.
Freiraum- und Sportplatzbau sowie Fachkräftebedarf
Weitere Themen waren eine qualitätsvolle Freiraum- und Sportplatzgestaltung mit funktionsfähigen Grün- und Sportanlagen als Teil der Daseinsvorsorge sowie nachhaltige Bauweisen, Pflegekonzepte und langlebige Anlagenstrukturen. Zudem ging es um Fachkräftesicherung und Ausbildung, insbesondere Nachwuchsgewinnung, Qualifizierung und die Bedeutung praxisnaher, dualer Ausbildung in Betrieben.
Planungssicherheit und Praxisbezug als Forderung
Der FGL betonte, Betriebe seien bereit, Verantwortung für eine klimaangepasste Gestaltung von Städten und Gemeinden zu übernehmen, benötigten dafür aber Planungssicherheit und verlässliche Investitionen in Grün- und Freianlagen. Im Rahmen des Besuchs erhielten die politischen Gäste Einblicke in Arbeitsweise und Leistungsbreite des Unternehmens; anhand konkreter Projekte wurden Herausforderungen bei Planung, Ausschreibung, Ausführung und Unterhaltung von Grünanlagen angesprochen. Karsten Hain hob die Bedeutung solcher Betriebsbesuche für den Dialog hervor. Daniel Köfer unterstrich die Rolle des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus als Partner der öffentlichen Hand bei Umwelt- und Klimazielen. Die anwesenden Abgeordneten erklärten, Impulse aus der Praxis in die parlamentarische Arbeit einfließen lassen zu wollen.