KI statt Google als Quelle von Kundenanfragen
Die Suche nach Bauunternehmen und Handwerksbetrieben verlagert sich laut Handwerkskammer Konstanz (HWK Koblenz) zunehmend von klassischen Suchmaschinen zu KI-Systemen. Bereits rund 60 Prozent der Google-Suchen enden als Zero-Click-Ergebnisse, bei denen die Google-KI Gemini direkte Antworten liefert. KI-gestützte Empfehlungen führen demnach häufiger zu Aufträgen: Die Abschlussquote liegt bei fast sieben Prozent, während sie bei klassischen Suchanfragen knapp vier Prozent beträgt.
Wie KI bewertet
KI-Systeme priorisieren Bewertungen, fachliche Nennungen, regionale Relevanz und die Vertrauenswürdigkeit von Quellen. Sichtbar wird, wer Kompetenz, Erfahrung und Zuverlässigkeit transparent macht – etwa durch strukturierte Inhalte, konkrete Projektbeispiele, nachvollziehbare Leistungsbeschreibungen und regelmäßige Aktualisierungen. Fehlende Vertrauenssignale führen dazu, dass Betriebe trotz hohem Suchmaschinenmarketing nicht empfohlen werden.
Werbung verliert an Wirkung
Klassische Werbung spielt in der KI-Suche kaum eine Rolle. Nach Einschätzung von Moritz Storck werde in der KI-Suche (noch) keine Werbung wirksam; sichtbar werde, wer echte Expertise zeigt. Gefragt sind referenzgestützte Inhalte, nachvollziehbare Erklärungen und glaubwürdige Nachweise statt Marketingfloskeln.
Konsistenz als Vertrauenssignal
Einheitliche Informationen über Website, Social Media, Branchenverzeichnisse und Innungslisten stärken die Vertrauenssignale für KI-Systeme. Aktiv gepflegte Bewertungen fließen ebenfalls in die Beurteilung ein. Jan Benz betont, dass ein professioneller digitaler Auftritt – ob Website oder Instagram-Account – zur Wahrnehmung als verlässlicher Betrieb beiträgt.
Fazit für die Bauwirtschaft
Digitale Sichtbarkeit wird zur Pflicht. Betriebe, die ihr Know-how transparent darstellen und ihre digitale Marke konsistent pflegen, erhöhen ihre Chancen, von KI-Systemen empfohlen zu werden. Wer den Wandel früh annimmt, sichert sich einen Wettbewerbsvorteil.
Quelle: www.meistertipp.de