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Handwerk warnt vor höheren Steuern für Spitzenverdiener
In der Diskussion um die geplante Steuerreform spricht sich das deutsche Handwerk gegen mögliche Steuererhöhungen für Spitzenverdiener aus. Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Jörg Dittrich, warnt davor, dass viele Handwerksbetriebe als Personenunternehmen organisiert sind und deshalb direkt von höheren Einkommensteuern betroffen wären.
Einkommensteuer betrifft viele Handwerksbetriebe
Nach Angaben des ZDH ist die Einkommensteuer für zahlreiche Handwerksunternehmen gleichzeitig die zentrale Unternehmenssteuer. Eine stärkere Belastung höherer Einkommen würde daher nicht nur Privatpersonen treffen, sondern auch Betriebe, die Investitionen finanzieren und Arbeitsplätze sichern. Gleichzeitig verweist der Verband darauf, dass Entlastungen bei der Körperschaftsteuer einen Großteil der Handwerksbetriebe nicht erreichen würden.
Verband fordert stärkere Leistungsanreize
Der ZDH spricht sich für eine Steuerpolitik aus, die Leistung und unternehmerisches Engagement stärker berücksichtigt. Nach Einschätzung des Verbandes wächst bei vielen Selbstständigen, Facharbeitern und Vorarbeitern der Eindruck, dass sich zusätzliche Arbeit finanziell kaum noch auszahle. Dies könne sich langfristig negativ auf Investitionsbereitschaft und Fachkräfteentwicklung auswirken.
Investitionen könnten unter Druck geraten
Aus Sicht des Handwerks erschweren höhere steuerliche Belastungen insbesondere Investitionen in Betrieben. Unternehmen benötigten finanzielle Spielräume, um Verantwortung zu übernehmen, neue Projekte umzusetzen und wirtschaftlich zu wachsen. Der Verband fordert deshalb eine Steuerpolitik, die unternehmerische Tätigkeit nicht zusätzlich belastet.