Finanzierung bremst den Umstieg auf Wärmepumpen

Finanzierung bremst den Umstieg auf Wärmepumpen Bild: stock.adobe.com

Finanzierung bremst den Umstieg auf Wärmepumpen

  • Nachhaltigkeit
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Der Austausch alter Heizungen bleibt ein zentrales Thema der Wärmewende im Gebäudebestand. Eine Untersuchung der Initiative Klimaneutrales Deutschland und des Thinktanks Zukunft KlimaSozial zeigt, dass die Wärmepumpe weniger an mangelnder Akzeptanz scheitert als an finanziellen Hürden. Grundlage ist eine repräsentative Befragung von mehr als 2.000 selbstnutzenden Hausbesitzern.

Einkommen prägt Investitionsbereitschaft

Die Befragung zeigt deutliche Unterschiede zwischen Einkommensgruppen. Rund 70 Prozent der Eigenheimbesitzer mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von weniger als 2.500 Euro besitzen keine Wärmepumpe und planen auch keine Anschaffung. Bei Haushalten mit mehr als 7.500 Euro Einkommen liegt dieser Anteil bei rund 30 Prozent. Entscheidend sind laut den Autoren vor allem Investitionskosten und persönliche Lebenssituation.

Jüngere Eigentümer auf Förderung angewiesen

Besonders jüngere Eigentümer stehen häufig unter finanziellem Druck, weil viele ihre Immobilie erst vor wenigen Jahren erworben haben und noch Kredite bedienen. Zwei Drittel der unter 45-Jährigen geben an, auf finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein, um einen Heizungstausch umzusetzen. Staatliche Förderprogramme bleiben damit ein zentraler Faktor für die Wärmewende im Eigenheim.

Autoren fordern gezieltere Förderung

Die Autoren sprechen sich für eine langfristig verlässliche und stärker nach Einkommen gestaffelte Förderung aus. Die geplante Reform des Heizungsgesetzes dürfe die Unterstützung für energetische Sanierungen nicht schwächen. Genannt wird insbesondere die Bundesförderung für effiziente Gebäude, deren Volumen in ausreichender Höhe fortgesetzt werden soll.

Beratung als zusätzlicher Hebel

Neben der Finanzierung sehen die Experten Bedarf an niedrigschwelligen Informations- und Beratungsangeboten. Genannt werden Sanierungslotsen und zentrale Anlaufstellen für Eigenheimbesitzer, die ihr Gebäude klimaneutral sanieren wollen. Besonders ältere Hauseigentümer, die häufig keinen Heizungstausch mehr planen, könnten davon profitieren.

Bedeutung für Handwerk und SHK-Branche

Für Handwerk und SHK-Branche zeigen die Ergebnisse, dass die Nachfrage nach Wärmepumpen weniger an der Technologie selbst scheitert als an den Investitionskosten. Die weitere Marktentwicklung dürfte daher stark davon abhängen, ob Förderprogramme den Heizungstausch dauerhaft finanziell absichern.

Quelle: www.meistertipp.de
  • Cordula Kiefer