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Förderbedarf für klimaangepasstes Bauen übersteigt Bundesmittel deutlich
Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregen verändern die Anforderungen an Städte und Gemeinden. Öffentliche Räume, Grünflächen und Infrastrukturen müssen widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels werden. Das zeigt die hohe Nachfrage nach dem Bundesprogramm Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel.
Förderrunde stark überzeichnet
In der fünften Förderrunde gingen 326 Projektskizzen aus Städten und Gemeinden in ganz Deutschland ein. Das Gesamtvolumen der eingereichten Vorschläge liegt bei 928 Millionen Euro. Dem stehen verfügbare Bundesmittel in Höhe von 80 Millionen Euro gegenüber. Damit übersteigt der angemeldete Förderbedarf das Budget um ein Vielfaches.
Blau-grüne Infrastruktur im Fokus
Das seit 2020 bestehende Bundesprogramm unterstützt Kommunen dabei, öffentliche Grün- und Freiflächen klimaresilient zu gestalten. Ein Schwerpunkt liegt auf blau-grüner Infrastruktur. Dazu zählen Maßnahmen, die Grünflächen, Bäume, Wasserflächen und technische Lösungen miteinander verbinden, um Hitzeinseln zu reduzieren, Regenwasser zurückzuhalten und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Vielfältige Projekte für Bauwirtschaft und Planung
Förderfähig sind bauliche und vegetative Investitionen sowie vorbereitende Planungen und projektbegleitende Maßnahmen. Im Fokus stehen unter anderem Begrünung, Wasserspeicherung, Regenwasserbewirtschaftung sowie die Aufwertung öffentlicher Plätze und Freiräume. Für Bauunternehmen, Garten- und Landschaftsbau, Handwerksbetriebe und Planungsbüros ergeben sich daraus vielfältige Aufgabenfelder.
Kommunen sehen hohen Handlungsdruck
Bundesbauministerin Verena Hubertz verweist angesichts der hohen Nachfrage auf die zunehmende Belastung durch Hitze in Städten und Gemeinden. Das Programm soll Kommunen dabei unterstützen, öffentliche Räume durch mehr Grün und besseres Wassermanagement an den Klimawandel anzupassen. Die große Zahl der eingereichten Projekte zeigt aus Sicht des Ministeriums den Investitionswillen der Kommunen.
Auswahl der Projekte steht noch aus
Die Frist zur Einreichung der Projektskizzen endete am 3. Juli 2026. Nun prüft das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung die Vorschläge fachlich und formal. Anschließend entscheidet der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages über die Auswahl der geförderten Projekte. Die deutlich überzeichnete Förderrunde deutet darauf hin, dass der Bedarf an Fördermitteln für Klimaanpassung weiter hoch bleiben dürfte.
Quelle: www.meistertipp.de