Baukrise verschärft den Effizienzdruck

Baukrise verschärft den Effizienzdruck Bild: stock.adobe.com

Baukrise verschärft den Effizienzdruck

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Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Bauwirtschaft verschlechtern sich weiter. Steigende Energiepreise, unsichere Märkte und wachsende Kosten belasten die gesamte Wertschöpfungskette. Nach Angaben des ifo Instituts ist das Geschäftsklima bei Herstellern von Baumaterialien im März erneut gesunken. Die Branche zählt innerhalb der Industrie zu den Bereichen mit einem besonders hohen Anteil der Energiekosten am Produktionswert. Gleichzeitig planen viele Unternehmen Preiserhöhungen, die sich mittelfristig auch in Bauprojekten niederschlagen dürften. Trotz einer leicht verbesserten Auftragslage bleibt die Unsicherheit hoch.

Effizienz wird zur zentralen Stellschraube

Mit der anhaltenden Kostenbelastung rückt die Frage nach Produktivität und Ressourceneinsatz stärker in den Mittelpunkt. Bauunternehmen und Handwerksbetriebe müssen Abläufe effizienter organisieren und Kosten konsequenter steuern. Digitale Werkzeuge, automatisierte Prozesse und eine bessere Vernetzung auf der Baustelle gewinnen dadurch an Bedeutung. Parallel dazu rückt das zirkuläre Bauen stärker in den Fokus. Materialien sollen häufiger wiederverwendet und Stoffkreisläufe konsequenter geschlossen werden.

Branchentreff setzt auf Praxislösungen

Die TECH IN CONSTRUCTION greift diese Entwicklung am 24. und 25. Juni in Berlin auf. Die Veranstaltung findet im ringberlin auf dem ehemaligen Werksgelände von Schindler statt und wird durch einen Satellite-Eventtag am 23. Juni ergänzt. Zum sechsten Mal bringt das Format Akteure aus Bauwirtschaft, Handwerk und Technologie zusammen. Erstmals übernimmt das Bundesbauministerium die Schirmherrschaft. Zudem treten erneut die Spitzenverbände der Bauwirtschaft als Messe-Botschafter auf. Erwartet werden neben etablierten Unternehmen vor allem junge Start-ups mit neuen Ansätzen für zentrale Herausforderungen der Branche.

Fokus auf Wettbewerbsvorteile im Betrieb

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Effizienzsteigerung, Prozessoptimierung, Kommunikation auf der Baustelle, Dekarbonisierung, Zirkularität, Fachkräftemangel und Bestandssanierung. Geplant sind rund 100 bis 120 Aussteller und mehr als 1.000 Besucher. Vorgestellt werden unter anderem digitale Werkzeuge zur Baustellenkoordination, Lösungen für Materialtracking und Ansätze für den Bestandsbau. In einem Umfeld steigender Kosten und wachsender Unsicherheiten gewinnen solche Anwendungen für Unternehmen an strategischer Bedeutung.

Quelle: www.meistertipp.de
  • Cordula Kiefer