Demonstration gegen Rohstoffabgabe
Der Verband der Bau- und Rohstoffindustrie (vero) hat kürzlich gemeinsam mit Arbeitnehmern und anderen Verbänden gegen die geplante Rohstoffabgabe auf Kiese und Sande protestiert. Die Veranstaltung fand vor dem Landtag in Düsseldorf statt und zog etwa 1500 Teilnehmer und 50 Sonderfahrzeuge an. Unter dem Motto "NRW baut auf Kies und Sand" versammelte sich die Branche, um ihren Unmut über die geplante Abgabe zu äußern.
Belastungen der Branche durch gestiegene Energiepreise
Während der Kundgebung richteten sich die Redner, darunter Verbandspräsident Christian Strunk und vero-Hauptgeschäftsführer Raimo Benger, gegen die geplante Rohstoffabgabe. Sie betonten insbesondere die stark gestiegenen Energiepreise als Belastungsfaktor für die Branche. Die zusätzliche Rohstoffabgabe, so argumentierten sie, würde Arbeitnehmer und Unternehmen zusätzlich belasten und erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben.
Appell an die Landesregierung
Der Verband formulierte einen klaren Appell an die Landesregierung, die geplante Rohstoffabgabe nicht umzusetzen. Sie warnten davor, dass die einseitige Belastung heimischer Unternehmen durch diese Abgabe schwerwiegende Folgen haben würde, die über die mittelständisch geprägte heimische Rohstoffindustrie hinausgehen.
Alleinige Position von NRW
Der Verband wies darauf hin, dass Nordrhein-Westfalen (NRW) mit der geplanten Rohstoffabgabe bundesweit alleine dasteht. Sowohl das Umweltministerium als auch das Bauministerium auf Bundesebene sprachen sich gegen eine solche Abgabe aus. Bundesbauministerin Klara Geywitz betonte, dass der Vorschlag einer Primärbaustoffsteuer vom Bauministerium ausdrücklich nicht unterstützt wird.