Warmwasser-Effizienz als Baustein für bezahlbaren Klimaschutz

Warmwasser-Effizienz als Baustein für bezahlbaren Klimaschutz

Warmwasser-Effizienz als Baustein für bezahlbaren Klimaschutz

  • Nachhaltigkeit
  • 3 Min

Mit dem Klimaschutzprogramm definiert die Bundesregierung Maßnahmen zur Erreichung der nationalen Klimaziele. Im Gebäudesektor werden diese Ziele regelmäßig verfehlt. Der VDMA Sanitärtechnik und -design fordert deshalb, zusätzliche CO2-Minderungspotenziale zügig zu erschließen und den Fokus stärker auf sozialverträgliche Technologien zu richten, damit Klimaschutzmaßnahmen bezahlbar bleiben und Akzeptanz finden.

Trinkwassererwärmung als kurzfristig wirksamer Hebel

Als bislang zu wenig berücksichtigter Energieverbrauchsbereich gilt die Trinkwassererwärmung. Wasser- und energieeffiziente Armaturen und Brausen sollen die Warmwassernutzung reduzieren und damit den Energiebedarf für die Trinkwassererwärmung senken. VDMA-Geschäftsführerin Dr. Laura Dorfer fordert, diese Technologien im Klimaschutzprogramm zu berücksichtigen, wenn im Gebäudesektor kurzfristig CO2 eingespart werden soll.

VDMA will Wasser- und Energieeffizienz in Regelwerken abbilden

Effizienzgewinne der Trinkwarmwassernutzung werden weder im Klimaschutzprogramm noch im Gebäudeenergiegesetz berücksichtigt. Der VDMA fordert, den Zusammenhang zwischen genutzter Wassermenge und Energiebedarf für die Trinkwassererwärmung in beiden Regelwerken sichtbar zu machen.

Vorschläge für Klimaschutzprogramm und GEG

Im Klimaschutzprogramm soll die Warmwassernutzung ausdrücklich als Effizienzhebel im Gebäudesektor benannt und als Maßnahme zur kosteneffizienten CO2-Minderung verankert werden. Ergänzend soll festgelegt werden, dass im Gebäudeenergiegesetz Energieeinsparungen effizienter Warmwassernutzung durch Produkte mit dauerhafter Durchflussbegrenzung abgebildet werden. Damit sollen technische Standards korrekt erfasst, Energiebilanzen und Energieausweise aussagekräftiger und Anreize für den Einsatz effizienter Lösungen im Neubau und im Bestand gesetzt werden.

Niedriginvestive Maßnahmen sollen Betriebskosten senken

Klimaschutzmaßnahmen sollen besonders erfolgreich wirken, wenn sie im Alltag spürbar sind und finanziell entlasten. Im Gebäudesektor spielen laufende Betriebskosten eine zentrale Rolle. Niedriginvestive Effizienzmaßnahmen in der Warmwassernutzung sollen dauerhaft Wasser-, Energie- und Nebenkosten senken und Haushalte unmittelbar entlasten. Aufgrund geringer Investitionskosten und kurzer Amortisationszeiten werden sie als besonders geeignet für den Mietwohnungsbestand eingeordnet. Dr. Laura Dorfer betont, dass sich der CO2-Ausstoß von Gebäuden senken lasse, ohne Haushalte zu belasten.