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VPB warnt vor KI-Einsatz ohne Fachwissen am Bau
Künstliche Intelligenz wird auch beim privaten Bauen und Sanieren häufiger genutzt. Bauherren greifen auf KI zurück, um Planung, Schadensbewertung oder Informationsrecherche zu unterstützen und dabei Zeit oder Kosten zu sparen. Der Verband Privater Bauherren weist jedoch auf klare Grenzen hin, insbesondere bei bautechnischer Beratung und der Bewertung möglicher Schäden.
Risiko falscher Empfehlungen
Nach Einschätzung des VPB kann KI bei bautechnischen Fragen fehlerhafte oder unpassende Empfehlungen liefern. Bausachverständiger Norman-Marcel Dietz berichtet von Anfragen, die erkennbar mit KI erstellt wurden und teure Untersuchungsmethoden vorschlugen. In bestimmten Fällen seien aussagekräftige Ergebnisse jedoch deutlich günstiger zu erreichen.
Schadensanalyse bleibt Fachaufgabe
Besonders kritisch sieht der Verband den Einsatz von KI bei der Analyse von Bauschäden. Wenn Laien etwa Risse im Neubau mithilfe von KI beurteilen lassen, können daraus fragwürdige Schlussfolgerungen entstehen. Wer solche Aussagen zur Grundlage juristischer Schritte macht, riskiert im schlimmsten Fall hohe Kosten durch einen erfolglosen Rechtsstreit.
Nützliches Werkzeug mit Grenzen
In der Planungsphase und während des Hausbaus kann KI dennoch hilfreich sein. KI-gestützte Werkzeuge können den Zeitaufwand für einzelne Tätigkeiten reduzieren und bieten insbesondere bei Visualisierungen Vorteile. Je konkreter es jedoch um Planung, Bauausführung, Kosten und technische Bewertung geht, desto wichtiger bleibt fachkundige Begleitung.
Sachverständige bleiben unverzichtbar
Der VPB sieht KI als praktische Ergänzung, nicht als Ersatz für unabhängige Fachleute. Sachverständige können komplexe Anforderungen einordnen, auf Veränderungen reagieren und private Bauherren persönlich beraten. Gerade bei individuellen Planungen, bautechnischen Entscheidungen und der Bewertung von Risiken bleibt professionelles Know-how entscheidend.