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KI soll Datensuche am Bau beschleunigen
BIM, Cloud-Plattformen und mobile Anwendungen gehören in vielen Bauunternehmen inzwischen zum Arbeitsalltag. Dennoch entstehen weiterhin erhebliche Zeitverluste bei der Suche nach Plänen, Freigaben und Projektinformationen. Das Problem liegt weniger in fehlenden digitalen Werkzeugen als in der mangelnden Vernetzung vorhandener Daten.
Schnittstellen als Schwachstelle
Bauprojekte bringen häufig neue Beteiligte zusammen, darunter Planende, Nachunternehmen, Bauunternehmen und weitere Fachpartner. Während interne Abläufe oft bereits digitalisiert sind, entstehen Informationsverluste vor allem an den Schnittstellen. Freigaben bleiben unklar, Änderungsaufträge liegen in E-Mail-Postfächern und Unterlagen verteilen sich auf verschiedene Plattformen.
Hoher Aufwand für Informationssuche
Nach einer im Auftrag von Autodesk durchgeführten Erhebung von Deloitte Access Economics verbringen Bauleiter und Führungskräfte durchschnittlich 11,5 Stunden pro Woche damit, Informationen zu suchen, zusammenzuführen und auszuwerten. Diese Zeit fehlt bei Steuerung, Abstimmung und Umsetzung von Bauprojekten.
KI als verbindende Ebene
Künstliche Intelligenz könnte helfen, vorhandenes Bauwissen besser nutzbar zu machen. Wenn unterschiedliche Informationsquellen verknüpft werden, können KI-gestützte Such- und Assistenzsysteme Dokumente nicht nur finden, sondern Inhalte auch dem jeweiligen Projektzusammenhang zuordnen. Beschäftigte könnten konkrete Fragen stellen und Antworten mit Verweisen auf die zugrunde liegenden Unterlagen erhalten.
Vernetzte Daten statt weiterer Insellösungen
Zusätzliche Software allein löst das Problem nur begrenzt, wenn dadurch neue Speicherorte entstehen. Entscheidend wird, Informationen aus verschiedenen Systemen miteinander zu verbinden und zentral nutzbar zu machen. Dokumentenmanagement-Plattformen können dabei als verbindende Ebene dienen, ohne bestehende Arbeitsweisen vollständig zu ersetzen.
Potenzial für Bauunternehmen
Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe können vernetzte Daten Medienbrüche reduzieren, Entscheidungen beschleunigen und das Risiko senken, mit veralteten Unterlagen zu arbeiten. Die nächste Phase der Digitalisierung am Bau hängt damit weniger von der Menge der Daten ab, sondern davon, ob vorhandene Informationen im richtigen Kontext schnell auffindbar sind.
Quelle: www.meistertipp.de