Bahn will Korridorsanierungen neu ausrichten

Bahn will Korridorsanierungen neu ausrichten Bild: stock.adobe.com

Bahn will Korridorsanierungen neu ausrichten

  • Straßenbau
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Die Deutsche Bahn will ihr Konzept für die Generalsanierung hochbelasteter Bahnstrecken anpassen. Bis 2036 sollen mehr als 40 wichtige Korridore umfassend saniert und modernisiert werden. Zuletzt hatten sich jedoch Verzögerungen, steigende Kosten und Probleme bei der Pünktlichkeit gehäuft.

Prioritäten sollen klarer werden

Nach bisherigen Informationen sollen Anzahl und Umfang der Projekte überprüft und neu priorisiert werden. Finanzielle und personelle Ressourcen sollen stärker auf Maßnahmen konzentriert werden, die die größte Wirkung für Qualität und Zuverlässigkeit im Bahnverkehr haben. Ob einzelne Projekte entfallen, bleibt offen.

Bessere Abstimmung der Baustellen

Die Sanierungen sollen zeitlich stärker aufeinander und auf andere Bauvorhaben abgestimmt werden. Damit sollen Überschneidungen wichtiger Streckensperrungen vermieden werden, falls sich Bauarbeiten verzögern. Ziel ist es, zusätzliche Belastungen im Gesamtnetz zu verringern.

Digitalisierung vorbereiten

Ein weiterer Punkt betrifft die digitale Zugleittechnik ETCS. Die Bahn wurde wiederholt dafür kritisiert, sanierte Korridore nicht umfassend für diese Technik auszurüsten. Künftig sollen Strecken zumindest so vorbereitet werden, dass eine spätere Digitalisierung leichter möglich ist.

Schrittweise Wiederinbetriebnahme

Auch die Rückkehr der Strecken in den Betrieb soll flexibler werden. Sanierte Abschnitte sollen künftig nicht zwingend auf einen Schlag, sondern schrittweise wieder in Betrieb genommen werden. Besonders bei Leit- und Sicherungstechnik sollen Tests, Abnahmen und Inbetriebnahme realistischer geplant werden.

Baufreiheit genauer benennen

Die Bahn will zudem klarer angeben, wie lange sanierte Strecken anschließend von weiteren Bauarbeiten verschont bleiben. Ursprünglich war von zehn Jahren Baufreiheit die Rede, später wurde der Zeitraum auf fünf Jahre reduziert. Ob die neuen Pläne daran etwas ändern, bleibt bislang offen.

Kritik nach Verzögerungen

Probleme gab es zuletzt unter anderem bei den Strecken Hamburg-Berlin und Nürnberg-Regensburg. Verzögerungen und zusätzliche Sperrungen belasteten Fahrgäste und Güterverkehr. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger sieht Verbesserungsbedarf bei Abläufen und Ergebnissen der Korridorsanierungen. Nach einer Sanierung müsse eine Strecke messbar besser funktionieren als zuvor.