RadSim unterstützt Kommunen bei Radverkehrsplanung

RadSim unterstützt Kommunen bei Radverkehrsplanung Bild: stock.adobe.com

RadSim unterstützt Kommunen bei Radverkehrsplanung

  • Digitalisierung & Technik
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Die Technische Universität Dresden hat mit RadSim eine Webplattform entwickelt, die Kommunen bei der datenbasierten Radverkehrsplanung unterstützt. Die Anwendung zeigt, wie sich neue Radwege, Fahrradstraßen oder Verkehrsberuhigungen auf Routenwahl und Radverkehrsströme auswirken können.

Szenarien vorab testen

Kommunen können mit RadSim verschiedene Planungsvarianten virtuell erproben und miteinander vergleichen. Dadurch lässt sich abschätzen, welche Infrastrukturmaßnahmen von Radfahrenden angenommen werden und wie sich Verkehrsströme im Netz verlagern. Planungsprozesse sollen dadurch fundierter und Investitionsentscheidungen besser begründet werden.

Modelle auf Basis realer Daten

Grundlage der Simulation sind wissenschaftliche Modelle zum Routenwahlverhalten von Radfahrenden. Sie wurden an der Professur für Verkehrsökologie der TU Dresden aus anonymisierten Bewegungsdaten der STADTRADELN-App entwickelt und in die Webanwendung integriert.

Wirkung von Maßnahmen sichtbar machen

Die Plattform kann unter anderem zeigen, welche Netzabschnitte durch bestimmte Maßnahmen stärker oder weniger genutzt werden. Auch der direkte Vergleich unterschiedlicher Varianten ist möglich. Beispielhaft wurden Radverkehrsströme in der Dresdner Innenstadt nach dem Einsturz der Carolabrücke simuliert.

Beitrag zu nachhaltiger Mobilität

Eine bessere Radverkehrsplanung kann langfristig zu sichereren, komfortableren und stärker vernetzten Angeboten beitragen. Dadurch könnten mehr Menschen Alltagswege mit dem Fahrrad zurücklegen. Zugleich können weniger Verkehrslärm, geringere Emissionen und eine höhere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum erreicht werden.

Gefördertes Forschungsprojekt

RadSim entstand im Forschungsprojekt Radverkehrssimulation zur Verbesserung der kommunalen Radverkehrsplanung. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Verkehr aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans. Das Gesamtvolumen beträgt 621.456,74 Euro.

Kostenfrei für teilnehmende Kommunen

Die Plattform steht teilnehmenden Kommunen der Kampagne STADTRADELN kostenfrei zur Verfügung, sofern eine ausreichende Datengrundlage vorhanden ist. Damit erhalten Kommunen ein wissenschaftlich fundiertes Werkzeug, um Radverkehrsmaßnahmen vor ihrer Umsetzung datenbasiert zu bewerten.