Hersteller zweifeln an Bürokratieabbau am Bau

Hersteller zweifeln an Bürokratieabbau am Bau Bild: stock.adobe.com

Hersteller zweifeln an Bürokratieabbau am Bau

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Der Abbau bürokratischer Hürden zählt zu den zentralen Zielen der Bundesregierung. In der Baubranche geht es dabei vor allem um schnellere Genehmigungsprozesse, einfachere Regulierungen und weniger komplexe Normen. Auch die föderalen Unterschiede bei Bauordnungen erschweren aus Sicht der Branche skalierbare Bauweisen und Technologien.

Hersteller bleiben skeptisch

Nach Ergebnissen der Marktstudie Jahresanalyse 2026/2027 von BauInfoConsult setzen viele Hersteller der Baustoff- und Installationsmaterialbranche nur geringe Erwartungen in das bisherige Tempo des Bürokratieabbaus. Die Aufgabe gilt als besonders anspruchsvoll, weil DIN-Normen, Landesbauordnungen und behördliche Verfahren ineinandergreifen.

Mehrheit hält Zeitrahmen für unrealistisch

Nur rund ein Sechstel der befragten Hersteller kann sich vorstellen, dass der Bürokratieabbau bis 2030 ausreicht, um die Bauleistung in Deutschland deutlich zu steigern. Vier Fünftel halten diesen Zeitrahmen dagegen für äußerst unrealistisch. Mehr als die Hälfte stimmt der entsprechenden Aussage laut BauInfoConsult überhaupt nicht zu.

Optimismus vor allem bei Konzernen

Die wenigen optimistischeren Einschätzungen stammen vor allem aus größeren Unternehmen. Etwas weniger skeptisch zeigen sich außerdem einzelne Segmente, darunter Hersteller von Fenstern und Türen sowie Anbieter aus den Bereichen Dach, Außenwand und Heizung. Insgesamt überwiegt jedoch die Erwartung, dass der Bürokratieabbau deutlich schneller und konsequenter vorankommen müsste.

Reformtempo bleibt entscheidend

Die Ergebnisse zeigen, wie groß die Distanz zwischen politischen Zielen und Branchenerwartungen derzeit ist. Für Bauunternehmen, Hersteller und Planende bleibt entscheidend, ob Genehmigungen, Normen und Bauordnungen tatsächlich vereinfacht werden. Ohne spürbare Fortschritte dürfte Bürokratie auch in den kommenden Jahren ein zentraler Hemmschuh für Bauvolumen und Produktivität bleiben.