VGL NRW sieht Garten- und Landschaftsbau als Umsetzungspartner

VGL NRW sieht Garten- und Landschaftsbau als Umsetzungspartner Bild: stock.adobe.com

VGL NRW sieht Garten- und Landschaftsbau als Umsetzungspartner

  • Garten- & Landschaftsbau
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Mit der Anfang Juli 2026 vom Kabinett verabschiedeten Nachhaltigkeitsstrategie Leben in Nordrhein-Westfalen setzt das Land die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele in sechs Transformationsbereiche für Nordrhein-Westfalen um. Vor dem Hintergrund ausgeprägter Trocken- und Hitzeperioden im ersten Halbjahr 2026 gewinnen Klimaanpassung, Klimaschutz und Ressourcenschutz zusätzlich an Bedeutung.

Grün-blaue Infrastruktur im Mittelpunkt

Eine zentrale Rolle spielt dabei grün-blaue Infrastruktur. Bäume, Parks, Gärten und Wasserflächen können dazu beitragen, Städte und Gemeinden klimaresilienter zu machen. Sie verbessern die Aufenthaltsqualität, unterstützen die Biodiversität, speichern Wasser und können Hitze in dicht bebauten Räumen mindern.

Verband begrüßt neue Schwerpunkte

Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen bewertet die Nachhaltigkeitsstrategie positiv. Aus Sicht des VGL NRW rückt sie zentrale Handlungsfelder wie Klimaschutz, Klimaanpassung, Biodiversität, Ressourcenschonung, Gesundheit und soziale Gerechtigkeit stärker in den Fokus der Landespolitik. Begleitet wird die Umsetzung durch den Nachhaltigkeitsbeirat NRW, dem auch VGL-Ehrenpräsident Hans-Christian Leonhards angehört.

Branche sieht Umsetzungspotenzial

Nach Angaben des Verbands verfügen die mehr als 1.000 Mitgliedsbetriebe in Nordrhein-Westfalen über fachliches Know-how sowie personelle und technische Kapazitäten, um Maßnahmen zur klimaangepassten Stadtentwicklung umzusetzen. Dazu zählen Entsiegelung, Regenwassermanagement, urbane Kühlung, naturnahe Grünflächen, Gewässerrenaturierung, Gebäudebegrünung und die nachhaltige Gestaltung privater Gärten.

Rahmenbedingungen entscheidend

Der VGL NRW sieht die erfolgreiche Umsetzung der Strategie als gemeinsame Aufgabe von Landespolitik, Kommunen, Verwaltung und ausführenden Fachbetrieben. Hauptgeschäftsführer Christoph Lau verweist darauf, dass die Betriebe bereits heute Lösungen umsetzen, die Klimaschutz, Lebensqualität und ökologische Vielfalt verbinden. Nun müssten geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden, um diese Potenziale stärker zu nutzen.

Landesgartenschau als Praxisbeispiel

Auf der Landesgartenschau Neuss 2026 will der Verband zeigen, wie nachhaltige, wassersensible und klimaangepasste Gestaltung auch in privaten Gärten umgesetzt werden kann. In sechs Wohlfühlgärten sollen konkrete Ansätze sichtbar werden. Der VGL NRW sieht darin eine Möglichkeit, grün-blaue Infrastruktur als Teil moderner Daseinsvorsorge stärker zu verankern.