Studie zeigt vermeidbare Bauabfälle auf Baustellen

Studie zeigt vermeidbare Bauabfälle auf Baustellen Bild: stock.adobe.com

Studie zeigt vermeidbare Bauabfälle auf Baustellen

  • Nachhaltigkeit
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Beim Bauen entstehen große Mengen Abfall. Eine Studie des Instituts für Bauwirtschaft und Baubetrieb der Technischen Universität Braunschweig zeigt jedoch, dass ein erheblicher Teil davon vermeidbar wäre. Entscheidend sind nicht nur Recycling und Entsorgung, sondern bereits die frühen Projektphasen.

Projekt Zero Waste Baulogistik

Das Forschungsprojekt Zero Waste Baulogistik wurde vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Rahmen des Innovationsprogramms Zukunft Bau gefördert. Untersucht wurde, wie Bauabfälle entstehen, warum sie anfallen und mit welchen Maßnahmen sie reduziert werden können.

Zehn Baustellen untersucht

Für die Studie analysierte das Forschungsteam zehn Baustellen unterschiedlicher Gebäudetypen. Betrachtet wurden unter anderem Trockenbauwände, Hohlraumböden sowie Heiz- und Kühldecken. Die Ergebnisse zeigen, dass Abfälle häufig nicht durch unbrauchbare Materialien entstehen, sondern durch Verschnitt, Überbestellungen, unnötige Verpackungen, falsche Lagerung, Transportschäden oder Ausführungsfehler.

Planung und Logistik als Hebel

Bauabfälle lassen sich vor allem durch bessere Planung, abgestimmte Materiallieferungen und optimierte Baustellenlogistik reduzieren. Auch vorgefertigte Bauteile, wiederverwendbare Transport- und Verpackungslösungen sowie Rücknahmesysteme der Hersteller können dazu beitragen, Materialverluste zu verringern und Restmengen hochwertiger zu verwerten.

Verpackungen stärker berücksichtigen

Besonders Verpackungen machen je nach Material und Bauteil einen erheblichen Anteil des Abfallaufkommens aus. Wiederverwendbare Verpackungen und besser koordinierte Lieferprozesse bieten deshalb zusätzliches Potenzial. Eine saubere Trennung der Bauabfälle kann außerdem Entsorgungskosten senken und die Verwertung verbessern.

Nutzen für Baupraxis

Die Studienergebnisse richten sich an Bauprodukthersteller, Bauunternehmen, Planende und Bauherrschaften. Sie zeigen, wo Abfälle frühzeitig entstehen können und wie sich ökologische und wirtschaftliche Verbesserungspotenziale erschließen lassen. Damit wird Baulogistik zu einem wichtigen Ansatzpunkt für ressourcenschonenderes und kosteneffizienteres Bauen.