Reformpaket soll Wohnungsbau beschleunigen

Reformpaket soll Wohnungsbau beschleunigen Bild: stock.adobe.com

Reformpaket soll Wohnungsbau beschleunigen

  • Politik
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Die Bundesregierung will mit ihrem Programm für Aufschwung und Beschäftigung den Wohnungsbau stärken und die Bauwirtschaft unterstützen. Geplant sind unter anderem eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft, weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und bessere Finanzierungsmöglichkeiten. Nach Einschätzung mehrerer Verbände setzt die Koalition damit wichtige Impulse für mehr Investitionen, zugleich wird eine schnelle Umsetzung angemahnt.

Neue Instrumente für mehr Planungssicherheit

Bundesbauministerin Verena Hubertz sieht in den Beschlüssen einen Schritt, um dem Wohnungsbau neuen Schwung zu geben. Zu den zentralen Hebeln zählen die geplante Wohnungsbaugesellschaft des Bundes, der Wegfall zusätzlicher nationaler Kapitalanforderungen für Wohnimmobilienkredite sowie ein Bundesgesetz gegen Enteignungen privater Wohnungsbestände. Diese Punkte sollen Finanzierungsspielräume erweitern und Investitionssicherheit schaffen.

Wohnungswirtschaft begrüßt Einigung

Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW bewertet die Einigung positiv. Aus Sicht des Verbands können die geplante Wohnungsbaugesellschaft, serielles und modulares Bauen sowie bessere Finanzierungsmöglichkeiten den bezahlbaren Wohnungsbau beschleunigen. Entscheidend sei nun, dass die angekündigten Maßnahmen rasch in die Umsetzung kommen.

Bauverbände fordern weitere Entlastung

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie spricht von einem politischen Kurswechsel und begrüßt insbesondere den Abbau von Berichts- und Dokumentationspflichten sowie die geplante Genehmigungsfiktion. Zugleich verweist der Verband darauf, dass eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft allein die Probleme am Wohnungsmarkt nicht lösen werde. Auch der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes sieht ein positives Signal, fordert aber dauerhaft niedrigere Baukosten, weniger Vorschriften, schnellere Verfahren und verlässliche Förderbedingungen.

Handwerk sieht Licht und Schatten

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks bewertet die Einigung grundsätzlich positiv. Begrüßt werden der geplante Bürokratieabbau und der Erhalt des Steuerbonus für Handwerkerleistungen, auch wenn die Förderung reduziert werden soll. Zugleich fordert das Handwerk weitere steuerliche Entlastungen, insbesondere für Personenunternehmen, sowie flexiblere Arbeitszeitregelungen.

Kritik an gekürztem Handwerkerbonus

Kritik kommt von Baugewerbe und IG BAU an der geplanten Kürzung der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen von 20 auf 15 Prozent. Der ZDB sieht darin ein Hemmnis für Investitionen in Sanierung, Modernisierung und Wohnungsbau. Die IG BAU warnt, dass eine geringere Förderung Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung begünstigen könnte, begrüßt aber zugleich die geplante staatliche Wohnungsbaugesellschaft.

Quelle: www.meistertipp.de
  • Cordula Kiefer