Photovoltaik-Installationen werden günstiger

Photovoltaik-Installationen werden günstiger Bild: stock.adobe.com

Photovoltaik-Installationen werden günstiger

  • Nachhaltigkeit
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Die Installationspreise für Photovoltaikanlagen sind in Deutschland spürbar gesunken. Das geht aus einer Auswertung von ImmoScout24 und Selfmade Energy hervor. Im vierten Quartal 2025 lagen die Preise für Anlagen ohne Batteriespeicher bundesweit 9,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im Durchschnitt kostete die Installation 11.050 Euro. Bei Komplettsystemen mit Batteriespeicher fiel der Rückgang noch deutlicher aus. Hier sanken die Preise im Jahresvergleich um 17,5 Prozent auf durchschnittlich 14.231 Euro. Im Quartalsvergleich entwickelten sich die Preise ohne Speicher weitgehend stabil mit einem Plus von 0,3 Prozent, während Komplettsysteme mit Speicher um 1,9 Prozent günstiger wurden.

Eigentümer im Osten profitieren besonders

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Bei Photovoltaikanlagen ohne Batteriespeicher lagen die durchschnittlichen Installationskosten im vierten Quartal 2025 zwischen 9.949 Euro in Mecklenburg-Vorpommern und 15.479 Euro im Saarland. Besonders stark sanken die Preise im Quartalsvergleich in Brandenburg mit minus 5,4 Prozent. Im Saarland stiegen sie dagegen um 25,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im Jahresvergleich zeigt sich der Abwärtstrend vor allem im Osten. In Mecklenburg-Vorpommern lagen die Preise 23,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau, in Brandenburg 19,2 Prozent und in Berlin 15,5 Prozent. ImmoScout24-Geschäftsführer Daniel Hendel führt diese Entwicklung auf ein hohes Angebot und intensiven Wettbewerb unter Installationsbetrieben zurück, wodurch Photovoltaik für Eigentümer wirtschaftlich attraktiver werde.

Komplettsysteme mit Speicher verbilligen sich stärker

Auch bei Anlagen mit Batteriespeicher gibt es deutliche regionale Preisunterschiede. In Nordrhein-Westfalen lag der durchschnittliche Installationspreis bei 12.490 Euro, im Saarland bei 20.437 Euro. Im vierten Quartal 2025 gingen die Preise besonders in Bremen zurück, dort um 9,5 Prozent. Im Jahresvergleich verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern mit minus 36,8 Prozent den stärksten Rückgang. Auch in Thüringen mit minus 27,3 Prozent und in Baden-Württemberg mit minus 25,5 Prozent sanken die Preise deutlich. Im Saarland fiel der Rückgang bei Komplettsystemen mit minus 1,5 Prozent dagegen deutlich schwächer aus als im Bundesdurchschnitt.