KfW-Förderung setzt auf Umnutzung zu Wohnraum

KfW-Förderung setzt auf Umnutzung zu Wohnraum Bild: stock.adobe.com

KfW-Förderung setzt auf Umnutzung zu Wohnraum

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Mit dem KfW-Programm Gewerbe zu Wohnen will die Bundesregierung die Umwandlung beheizter Nichtwohngebäude in Wohnraum fördern. Ab Juli 2026 sollen Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit möglich sein. Gefördert werden bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Im Fokus stehen leerstehende oder untergenutzte Büro-, Gewerbe- und Industriegebäude.

Bestand rückt stärker in den Mittelpunkt

Die Förderung markiert eine stärkere Ausrichtung auf den Gebäudebestand. Während der Wohnraumbedarf hoch bleibt, stehen in vielen Städten und Regionen gewerbliche Immobilien leer oder werden nur teilweise genutzt. Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe ergeben sich daraus zusätzliche Aufgaben in Sanierung, Revitalisierung und Umbau. Christian Baierl, Vorstand der Renaissance Immobilien und Beteiligungen AG, sieht darin einen Ansatz, vorhandene Gebäudesubstanz stärker für den Wohnungsmarkt zu nutzen.

Potenzial in Gewerbe- und Industriebauten

Ehemalige Fabrikgebäude und Industrieimmobilien können nach Einschätzung von Projektentwicklern geeignete Grundlagen für neue Wohnprojekte bieten. Hohe Räume, robuste Bausubstanz und zentrale Lagen schaffen Voraussetzungen, die im klassischen Neubau häufig schwerer wirtschaftlich darstellbar sind. Solche Umnutzungen können zudem zur Entwicklung ganzer Quartiere beitragen.

Umbau spart graue Energie

Neben wirtschaftlichen Chancen spielt der Nachhaltigkeitsaspekt eine Rolle. Die Umnutzung bestehender Gebäude erhält graue Energie, die bereits in Konstruktion und Materialien gebunden ist. Abriss und Neubau verursachen dagegen zusätzliche CO₂-Emissionen. Bestandssanierung gewinnt damit sowohl aus ökologischer als auch aus bauwirtschaftlicher Sicht an Bedeutung.

Neue Impulse für Bau und Handwerk

Nach Angaben des Bundes stehen für das Förderprogramm zunächst mehrere hundert Millionen Euro bereit. Voraussetzung ist unter anderem das Erreichen bestimmter energetischer Standards. Für Eigentümer leerstehender Gewerbeimmobilien kann dadurch ein Anreiz entstehen, Bestandsgebäude umzunutzen. Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe dürfte der Umbau bestehender Immobilien damit weiter an Bedeutung gewinnen.

Quelle: www.meistertipp.de
  • Cordula Kiefer