Bauwirtschaft blickt wieder optimistischer auf 2026

Bauwirtschaft blickt wieder optimistischer auf 2026 Bild: stock.adobe.com

Bauwirtschaft blickt wieder optimistischer auf 2026

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Die Stimmung in der Bauwirtschaft verbessert sich vorsichtig. Trotz anhaltender Unsicherheiten in der Gesamtwirtschaft rechnen viele Unternehmen der Bau- und Ausbaubranche für 2026 mit stabilen oder steigenden Umsätzen. Das zeigt eine aktuelle Marktuntersuchung des Düsseldorfer Marktforschungsinstituts BauInfoConsult, für die rund 400 Akteure der Branche befragt wurden.

Mehrheit erwartet keine Verschlechterung

Nach den Ergebnissen der Erhebung rechnen 36 Prozent der befragten Unternehmen mit steigenden Umsätzen. Weitere 34 Prozent gehen davon aus, das Vorjahresniveau halten zu können. Damit erwarten sieben von zehn Betrieben keine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage. 16 Prozent kalkulieren mit rückläufigen Erlösen, 14 Prozent wollten wegen der unsicheren Rahmenbedingungen keine konkrete Prognose abgeben.

Wohnungsbau mit ersten Erholungssignalen

Besonders auffällig ist nach Einschätzung der Marktforscher der wachsende Optimismus bei Unternehmen mit engem Bezug zum Neubau. Bauunternehmen sowie Maler- und Trockenbaubetriebe rechnen häufiger mit Umsatzsteigerungen. Da erste Umsätze eines Bauprojekts traditionell im Rohbau entstehen, können positive Erwartungen in diesem Bereich als Hinweis auf eine langsam wieder anziehende Baukonjunktur gelten.

Öffentliche Investitionen stützen Nachfrage

Neben möglichen Impulsen im Wohnungsbau profitieren viele Betriebe von zusätzlichen öffentlichen Investitionen. Dazu zählen Infrastruktur- und Bauprojekte, die über das Sondervermögen des Bundes finanziert werden. Ob daraus eine nachhaltige Erholung entsteht, hängt nach Einschätzung der Untersuchung davon ab, ob Investitionen in Wohnungsbau, Infrastruktur und öffentliche Bauprojekte dauerhaft umgesetzt werden.

Regionale Unterschiede erkennbar

Besonders zuversichtlich bewerten Unternehmen im Westen und Süden Deutschlands ihre Geschäftsaussichten. Diese Regionen zählen seit Jahren zu den stärkeren Neubaumärkten und könnten von einer anziehenden Nachfrage besonders profitieren. Die Befragung deutet darauf hin, dass sich die Auftragslage in vielen Betrieben bereits verbessert hat.

Jahresanalyse mit weiteren Bautrends

Die Umfrage ist Teil der Jahresanalyse Deutschland 2026/2027 von BauInfoConsult. Die Marktstudie behandelt neben Konjunkturprognosen auch Fachkräftemangel, Digitalisierung, Building Information Modeling, Künstliche Intelligenz, nachhaltiges Bauen, Wärmewende, Sanierung sowie die Entwicklung im Wohnungs- und Nichtwohnungsbau.

Quelle: www.meistertipp.de
  • Cordula Kiefer