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Niedrigwasser erhöht Risiken für Baustofflogistik
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger sieht trotz der anhaltenden Niedrigwasserlage auf wichtigen Wasserstraßen derzeit keine Versorgungsengpässe. Nach seiner Einschätzung ist die Versorgung aktuell gewährleistet. Gleichzeitig geht der Minister davon aus, dass die Problematik mindestens bis Ende August anhalten dürfte.
Verlagerung auf Schiene und Straße
Um Risiken zu verringern, soll mehr Güterverkehr von den Wasserstraßen auf Schiene und Straße verlagert werden. Bund und Länder wollen sich dazu über weitere Schritte abstimmen. Die Deutsche Bahn habe nach Angaben Bilgers zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt, darunter weitere Waggons, deren Zahl noch steigen soll.
Bauindustrie bewertet Lage kritischer
Die Bauindustrie sieht die Situation angespannter. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie verweist darauf, dass Lieferanten bereits erste Engpässe bei Baustoffen angekündigt hätten, falls die Niedrigwasserlage länger anhält. Flächendeckende Baustopps werden derzeit zwar nicht erwartet, das Risiko für Störungen nimmt jedoch mit der Dauer der Niedrigwasserphase zu.
Logistikkosten und Verzögerungen im Blick
Je länger und ausgeprägter die Niedrigwasserlage anhält, desto stärker könnten Baustellen von höheren Logistikkosten und Verzögerungen betroffen sein. Für Bauunternehmen bleibt damit die Versorgung mit Baustoffen ein wichtiger Unsicherheitsfaktor. Besonders relevant wird, ob Ersatzkapazitäten auf Schiene und Straße ausreichen, um mögliche Einschränkungen auf den Wasserstraßen abzufedern.