Gut erreichbare Innenstädte erhöhen Akzeptanz für weniger Parkplätze

Gut erreichbare Innenstädte erhöhen Akzeptanz für weniger Parkplätze Bild: stock.adobe.com

Gut erreichbare Innenstädte erhöhen Akzeptanz für weniger Parkplätze

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Weniger Straßenparkplätze in Innenstädten stoßen auch bei Autofahrern auf breite Akzeptanz, wenn geeignete Alternativen vorhanden sind. Das zeigt eine bundesweite Befragung des IFH Köln im Auftrag von Lödige Industries zur Europäischen Mobilitätswoche 2026. 87 Prozent der Befragten, die zumindest gelegentlich mit dem Auto in die Innenstadt fahren, würden weniger Parkplätze akzeptieren, wenn gut erreichbare Parkhäuser oder Tiefgaragen zur Verfügung stehen.

Auto bleibt wichtiges Verkehrsmittel

Für 46 Prozent der insgesamt 1.056 Befragten ist das Auto das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel für Innenstadtbesuche. Gleichzeitig sehen 93 Prozent eine gute Erreichbarkeit grundsätzlich als Voraussetzung für den Besuch einer Innenstadt. Autonutzung und eine Neuordnung des Parkraums schließen sich damit nicht zwangsläufig aus.

Zustimmung über Altersgruppen hinweg

Die Bereitschaft zur Reduzierung innerstädtischer Parkplätze ist in allen Altersgruppen ähnlich hoch. Sie reicht von 85 Prozent bei den 60- bis 75-Jährigen bis zu 89 Prozent bei den 40- bis 49-Jährigen. Auch zwischen ländlichen Regionen und Stadtregionen zeigen sich kaum Unterschiede; die Zustimmung liegt jeweils bei rund 87 Prozent.

Mehr Grün und Sicherheit als Mehrwert

Die Akzeptanz steigt, wenn freiwerdende Flächen sichtbar anders genutzt werden. 78 Prozent der Autofahrer würden weniger Parkplätze akzeptieren, wenn dadurch Grünflächen, Sitzgelegenheiten oder andere Aufenthaltsangebote entstehen. 73 Prozent stimmen einer Reduzierung zu, wenn Straßen dadurch sicherer für Fuß- und Radverkehr werden.

Unterschiede zwischen Stadt und Land

Trotz ähnlicher Grundakzeptanz unterscheiden sich die Anforderungen an Parkangebote. In ländlichen Regionen betrachten 86 Prozent gute Parkmöglichkeiten als Voraussetzung für den Innenstadtbesuch. In Stadtregionen sind es 68 Prozent. Auch der Wunsch nach einfacherem oder besser organisiertem Parken ist in ländlichen Regionen stärker ausgeprägt.

Parken als Teil der Stadtplanung

73 Prozent aller Befragten stimmen der Aussage zu, dass Parkplätze, Parkbuchten und Parkstreifen in Innenstädten durch kompakte Parkhäuser oder Tiefgaragen ersetzt werden sollten. Werden Stellplätze gebündelt, kann öffentlicher Raum für andere Nutzungen frei werden, ohne die Erreichbarkeit grundsätzlich aufzugeben.

Integrierte Mobilitätskonzepte gefragt

Für Kommunen, Stadtplaner und Projektentwickler wird die Organisation des ruhenden Verkehrs damit zu einem wichtigen Bestandteil der Stadt- und Mobilitätsplanung. Entscheidend ist, lokale Verkehrsstrukturen zu berücksichtigen und Parkraum so zu organisieren, dass Erreichbarkeit, Aufenthaltsqualität und Flächeneffizienz zusammenwirken.