Fachkräftemangel prägt die Projektarbeit am Bau

Fachkräftemangel prägt die Projektarbeit am Bau Bild: stock.adobe.com

Fachkräftemangel prägt die Projektarbeit am Bau

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Der Fachkräftemangel ist für Bauunternehmen längst kein abstraktes Zukunftsthema mehr. Nach einer Anfang 2026 durchgeführten Telefonumfrage von BauInfoConsult unter 125 Bauunternehmen beobachten 96 Prozent der Befragten Fachkräfteengpässe bei Unternehmen, mit denen sie zusammenarbeiten.

Viele Firmen stark betroffen

41 Prozent der befragten Bauunternehmen nehmen den Fachkräftemangel bei Partnerfirmen als gravierend wahr. 16 Prozent sprechen sogar von extremen Engpässen. Am anderen Ende der Skala sehen 18 Prozent nur geringe Probleme mit fehlendem Personal. Dazwischen liegt jeweils ein starkes Viertel mit moderaten beziehungsweise einigen Problemen.

Mangel über viele Gewerke hinweg

Die Engpässe beschränken sich nicht auf einzelne Bereiche. Besonders knapp sind nach den Erfahrungen der Befragten Maurer, Zimmerer, Bautischler sowie Beton- und Schalungsbauer. Auch im Maler-, Dachdecker-, SHK- und Elektrohandwerk gehören fehlende Fachkräfte demnach nicht zu den Ausnahmen.

Folgen für Projekte

Wenn Partnerfirmen nicht ausreichend Personal haben, wirkt sich das unmittelbar auf Bauabläufe aus. Terminplanung, Kapazitätssteuerung und Koordination werden schwieriger. Für Bauunternehmen steigt damit das Risiko, dass einzelne Gewerke Verzögerungen verursachen oder Projekte weniger flexibel umgesetzt werden können.

Demografie begrenzt klassische Lösungen

Mehr Ausbildung und attraktivere Berufsbilder bleiben wichtige Ansätze gegen den Fachkräftemangel. Gleichzeitig setzt der demografische Wandel diesen Wegen Grenzen. Sinkende Jahrgangsstärken erschweren es, allein über Nachwuchsgewinnung ausreichend Fachkräfte für alle Gewerke zu sichern.

Hoffnung auf technische Innovationen

Viele Bauunternehmen setzen deshalb zusätzlich auf technische Lösungen. Vorfertigung, Robotik, Automatisierung und digitale Planungstools sollen helfen, die Folgen fehlender Fachkräfte zumindest abzumildern. Sie können Prozesse effizienter machen und vorhandene Kapazitäten gezielter einsetzen.

Produktivität rückt stärker in den Fokus

Die Ergebnisse zeigen, dass der Fachkräftemangel die Bauwirtschaft auch 2026 und 2027 stark beschäftigen dürfte. Für Unternehmen wird entscheidend, Personalbindung, Ausbildung und Produktivitätssteigerung zusammenzudenken. Nur so lassen sich knappe Kapazitäten besser nutzen und Bauprojekte verlässlicher planen.