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Neue Leitfäden sollen serielle Sanierungen erleichtern
Serielle Sanierungen gewinnen angesichts der weiterhin niedrigen Sanierungsquote in der Bauwirtschaft an Bedeutung. Neue Leitfäden des dena-Kompetenzzentrums Serielles Sanieren bündeln dafür praxisnahes Wissen zur Planung und Umsetzung energetischer Modernisierungen mit vorgefertigten Bauelementen. Die Veröffentlichungen sollen Bauunternehmen und Handwerksbetrieben Orientierung bei Bestandsaufnahme, technischer Ausführung und nachhaltiger Planung geben. Ziel ist es, Sanierungsprojekte effizienter und wirtschaftlicher umzusetzen.
Digitale Prozesse und Vorfertigung im Mittelpunkt
Der Ansatz des seriellen Sanierens basiert auf digitalisierten Planungsprozessen sowie industriell vorgefertigten Fassaden- und Dachmodulen. Dadurch lassen sich Bauzeiten verkürzen, Abläufe besser kalkulieren und Beeinträchtigungen für Bewohnerinnen und Bewohner verringern. Zugleich steigen die Anforderungen an Vorbereitung, Koordination und technische Detailplanung. Nach Angaben der dena greifen die neuen Leitfäden Erfahrungen aus bereits realisierten Projekten auf und stellen praxisnahe Werkzeuge für eine effiziente, nachhaltige und risikoarme Umsetzung bereit.
Bestandsaufnahme und Befestigung als zentrale Themen
Ein Schwerpunkt liegt auf der Erhebung belastbarer Gebäudedaten. Der Leitfaden zur Bestandsaufnahme beschreibt, welche Informationen für eine fundierte Planung erforderlich sind, darunter geometrische Daten, Angaben zur Baukonstruktion, zum energetischen Zustand und zu statischen Voraussetzungen. Ein weiterer Leitfaden befasst sich mit Befestigungssystemen für vorgefertigte Fassaden- und Dachelemente. Er behandelt Anforderungen an Tragfähigkeit, Brandschutz und Montageabläufe. Für Handwerksbetriebe ergeben sich daraus neue Aufgaben, etwa bei der Montage modularer Bauteile und der Integration technischer Gebäudeausrüstung.
Kreislauffähigkeit gewinnt an Bedeutung
Mit einem weiteren Empfehlungskatalog rückt das dena-Kompetenzzentrum die Kreislauffähigkeit in der seriellen Sanierung stärker in den Fokus. Dabei geht es um nachhaltige Materialnutzung sowie um Fragen des Rückbaus, der Wiederverwendung und der Recyclingfähigkeit von Komponenten. Ergänzend zu den Leitfäden bietet das Kompetenzzentrum Workshops, Förderinformationen und Vernetzungsformate an. Für die Bauwirtschaft können diese Angebote eine Grundlage sein, um sich frühzeitig in einem wachsenden Markt für standardisierte energetische Sanierungskonzepte zu positionieren.
Quelle: www.meistertipp.de