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Erstes Tunnelelement für Fehmarnbelttunnel
Das erste Bauelement des Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark wird derzeit zu seinem Absenkort vor der Küste bei Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland transportiert. Nach Angaben der Projektgesellschaft Femern A/S hat damit der Absenkvorgang für das erste Tunnelelement begonnen. Bei dem Bauteil handelt es sich um ein 217 Meter langes und 42 Meter breites Standardelement. Es umfasst vier Röhren, in denen künftig die Autobahn- und Bahnverbindungen untergebracht werden. Zusätzlich verfügt das Element über eine schmale Serviceröhre für technische Installationen zwischen den beiden Autobahnröhren.
Spezialschiff übernimmt Absenkung
Der Transport des Tunnelelements erfolgt mithilfe von fünf Schleppern sowie einem eigens entwickelten Spezialschiff. Dieses wurde speziell dafür konstruiert, die massiven Tunnelelemente kontrolliert auf dem Meeresboden abzusenken. Insgesamt sollen für den Fehmarnbelttunnel 89 Bauelemente verbaut werden.
Verzögerungen beim Milliardenprojekt
Bereits im September hatte die dänische Projektgesellschaft über Verzögerungen beim Großprojekt informiert. Hintergrund war die verspätete Fertigstellung des Spezialschiffs „Ivy“, das für die Absenkung der Tunnelelemente benötigt wird. Dadurch gilt das ursprüngliche Ziel, den Tunnel im Jahr 2029 zu eröffnen, als schwierig erreichbar.
Verbindung zwischen Fehmarn und Lolland
Der Fehmarnbelttunnel soll künftig die deutsche Ostseeinsel Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden. Geplant ist ein rund 18 Kilometer langer Eisenbahn- und Autotunnel. Durch die neue Verbindung sollen sich die Reisezeiten zwischen den Regionen Hamburg und Kopenhagen deutlich verkürzen. Derzeit erfolgt die Verbindung zwischen Fehmarn und Lolland noch per Fähre.